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Verband kommt nicht zur Ruhe © APA (epa)

Der französische Fußball-Verband kommt seit dem peinlichen Auftritt der "Equipe Tricolore" bei der Fußball-WM in Südafrika

Der französische Fußball-Verband kommt seit dem peinlichen Auftritt der "Equipe Tricolore" bei der Fußball-WM in Südafrika nicht zur Ruhe. Am Freitag erklärte Generaldirektor Jacques Lambert seinen Rücktritt. Damit ist die komplette Führungsspitze des Verbands nicht mehr im Amt.

FFF-Präsident Jean-Pierre Escalettes ist kurz nach der WM zurückgetreten und interimistisch durch Fernand Duchaussoy ersetzt worden. Gerard Houllier, der Technische Direktor, ist als Trainer zum englischen Club Aston Villa gewechselt, Teamchef Raymond Domenech musste Laurent Blanc Platz machen, und nun ging auch der Generaldirektor.

Lambert (62) war seit April 2005 im Amt und an entscheidender Position dafür mitverantwortlich, dass Frankreich die EM 2016 zugesprochen bekommen hat. Bei der WM 1998, die mit dem Titel gekrönt worden ist, war Lambert Generalsekretär des OK.

Die französische Nationalmannschaft war bei der WM in Südafrika nicht nur sieglos ausgeschieden, sondern sorgte auch intern für Eklats. Die Mannschaft hatte am 20. Juni im WM-Quartier in Knysna das Training boykottiert, um gegen den Ausschluss von Stürmer Nicolas Anelka zu protestieren. Der Chelsea-Profi war vorzeitig nach Hause geschickt worden, weil er Coach Domenech in der Halbzeit des Spiels gegen Mexiko (0:2) beschimpft hatte. Die Streikführer wurden hart bestraft: Stürmer Nicolas Anelka wurde für 18 Spiele gesperrt, WM-Kapitän Patrice Evra für fünf Partien, Bayern-Star Franck Ribery (3) und Jeremy Toulalan (1) wurden ebenfalls gesperrt.

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