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"Salzburg kann nur verlieren" © APA (Archiv/Rubra)

Salzburg muss seinen kleinen Erfolgslauf am Samstag bei Bundesliga-Schlusslicht LASK prolongieren. Erklärtes Ziel ist es, in den

Salzburg muss seinen kleinen Erfolgslauf am Samstag bei Bundesliga-Schlusslicht LASK prolongieren. Erklärtes Ziel ist es, in den ausstehenden drei Runden bis zur Winterpause den Abstand zur Spitze zu reduzieren. Die Linzer warten ihrerseits dringend auf einen Befreiungsschlag, haben sie aus den vergangenen fünf Runden doch nur einen Punkt geholt - bei einem katastrophalen Torverhältnis von 2:16.

"Der LASK muss gewinnen und Punkte einfahren, um von unten wegzukommen", erklärte Salzburg-Trainer Huub Stevens. Gleiches gelte für sein Team, will man die fünf Zähler Rückstand auf Tabellenführer Ried aufholen. "Die Spieler sind zu 100 Prozent gefragt. Ich fordere, dass meine Spieler an ihre Grenzen gehen", sagte Stevens. Das nötige Selbstvertrauen habe man sich durch den 2:0-Sieg im Nachtragsspiel unter der Woche gegen Sturm geholt.

Der LASK hat es nicht. Neo-Trainer Georg Zellhofer erwartet im dritten Spiel seiner Amtszeit dennoch eine "Trotzreaktion", hatte sich seine Mannschaft doch zuletzt Rapid kampflos 0:5 ergeben. Zellhofer vermisste dabei vor allem die Kommunikation, ein gegenseitiges Wachrütteln. "Wir waren praktisch taubstumm, das kann nicht sein", forderte der Oberösterreicher mehr Eigenverantwortung. "Wir müssen Charakter zeigen. Dem Ernst der Lage wird sich mittlerweile jeder bewusst sein."

Zehn Punkte fehlen den Linzern bereits auf die Drittletzten Kapfenberger. Mit zwei Zählern Rückstand scheint derzeit lediglich Mattersburg in Reichweite. "Die Mannschaft ist dafür verantwortlich, dass wir dort stehen, wo wir sind", erklärte Zellhofer. Daher habe sie auch die Chance, sich selbst aus diesem Tief zu befreien.

Zellhofer dürfte allerdings ausgerechnet gegen den Meister auf Stürmerstar Alexander Zickler verzichten müssen. Der 36-jährige Deutsche laboriert an muskulären Problemen, Zellhofer will nichts riskieren. "Wir müssen weiterdenken. Wenn er sich schwerer verletzt, fehlt er vielleicht in der Vorbereitung", erklärte der LASK-Coach. Sollte auch der angeschlagene Christian Mayrleb nicht spielen können, dürfte Youngster Patrick Derdak (20) beginnen.

Im Gegensatz zu Zickler stürmt Roman Wallner gegen seinen Ex-Club. Der ÖFB-Teamspieler hat sechs der vergangenen sieben Salzburg-Tore erzielt. Dass die Bullen zu sehr von ihm abhängig seien, verneinte Stevens: "Wir haben auch noch andere torgefährliche Spieler." Den wiedererstarkten Regisseur Simon Cziommer etwa - oder Dusan Svento, der trotz leichter Blessur spielen dürfte.

Anstelle des verletzten Christian Schwegler verteidigt bis zur bevorstehenden Verpflichtung des Ungarn Laszlo Bodnar weiterhin Allrounder Franz Schiemer rechts in der Viererkette. Bodnar, von 2005 bis 2009 bereits in Salzburg, sollte nach medizinischen Tests und einem Gespräch mit Stevens am Freitagabend erstmals mit der Mannschaft trainieren. "Von der Einstellung her gibt es bei ihm sowieso keine Diskussion", versicherte Stevens.

Der Niederländer warnte vor den Linzern. "Sie sind sicher stärker als ihre momentane Position. Ich habe nicht erwartet, dass sie so weit hinten stehen", sagte Stevens. "Wir müssen auf der Hut sein." Die Bullen sind seit elf Spielen gegen den LASK ungeschlagen, haben in den vergangenen vier Duellen kein Tor kassiert. Den Druck sieht Zellhofer vor dem 100. Bundesliga-Duell der beiden Teams dennoch beim Gegner: "Salzburg kann nur verlieren."

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