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Gregoritsch hat viele Ausfälle zu beklagen © APA (Leodolter)

Eine Woche nach dem Kraftakt gegen Ried hat der Kapfenberger SV erneut vor heimischer Kulisse den Tabellennachbarn ins Visier

Eine Woche nach dem Kraftakt gegen Ried hat der Kapfenberger SV erneut vor heimischer Kulisse den Tabellennachbarn ins Visier gefasst. Mit einem Erfolg gegen den SC Wiener Neustadt könnten die "Falken" am Samstag an Punkten zu den auf Rang sieben liegenden Niederösterreichern aufschließen.

Um Wr. Neustadt drei Runden vor Ende der Herbstmeisterschaft zu überholen, wäre allerdings schon ein hoher Erfolg der Obersteirer vonnöten. Nicht unbedingt begünstigt wird die anstehende Aufgabe der Kapfenberger durch eine andauernde Verletzungsmisere.

Nach den Langzeitverletzten Spirk, Sencar, Rauscher und Pavlov fallen nun auch Schönberger (Seitenband) und voraussichtlich Pitter (Muskelverletzung) aus. Auch für den zuletzt angeschlagenen Felfernig (Patellasehne) könnte ein Einsatz gegen die Neustädter zu früh kommen. "Wir haben leider in dieser Saison sehr viel Pech", meinte Trainer Werner Gregoritsch.

Selbstvertrauen zogen die Steirer aus dem mit drei Treffern in der Schlussviertelstunde eroberten 3:3-Remis gegen Ried. "Diese Aufholjagd hat uns schon sehr gut getan", erklärte Gregoritsch, der den im ersten Saisonvergleich 3:0 erfolgreichen Gegner als offensivstark charakterisiert: "Es wird darauf ankommen, keine dummen Tore zuzulassen." Befürchtungen, wonach der Wintereinbruch die Partie im Franz-Fekete-Stadion gefährden könnte, wollte er nicht teilen. "Wir versuchen auf alle Fälle, das Match zu spielen."

Die Neustädter sind in Kapfenberg auf der Suche nach ihrer Abschlussstärke. In den jüngsten acht Runden erzielte der SC nie mehr als ein Tor und blieb bei zuletzt zwei Niederlagen in Ried und gegen Sturm Graz ohne Treffer. Mit der Rückkehr des zuletzt nicht fitten bzw. gesperrten Kapitäns Hannes Aigner soll dies aber Vergangenheit werden.

"Wir haben in den letzten Runden Probleme gehabt und nicht mehr so viele Torchancen herausgespielt. Aber es hängt nicht nur an Hannes Aigner. Wir müssen uns vorne insgesamt mehr zutrauen", nahm Trainer Peter Schöttel sein ganzes Team in die Pflicht. Gegen "mit Feuer und Leidenschaft" spielende Kapfenberger könne seine Elf nur mit ebensolchen Tugenden bestehen. "In den letzten Spielen haben wir uns schwergetan, diese Leidenschaft aufs Feld zu bringen. Aber das wird notwendig sein, sonst wird es schwierig." Nicht zur Verfügung stehen dem Cup-Finalisten der verletzte Burgstaller sowie der erkrankte Sadovic.

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