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Erstes Spiel am Tivoli ging an Wacker © APA (Archiv/Stiplovsek)

11. September, der ausverkaufte Innsbrucker Tivoli: Wacker Innsbruck spielt im Spitzenspiel gegen Ried (1:0) um die

11. September, der ausverkaufte Innsbrucker Tivoli: Wacker Innsbruck spielt im Spitzenspiel gegen Ried (1:0) um die Tabellenführung. Zwei Monate und zwei Siege aus zehn Partien später ist der Aufsteiger im Mittelfeld der Fußball-Bundesliga angekommen. Die Tiroler gastieren am Samstag im Innviertel, die Vorzeichen haben sich aber geändert. Mittlerweile sind die Rieder Sensationstabellenführer.

"Ich sehe gewisse Parallelitäten", erklärte Rieds Erfolgscoach Paul Gludovatz. "Innsbruck hat mit Mut und Frechheit begonnen. Jetzt haben sich die Gegner besser auf ihr Spiel eingestellt. Das ist auch bei uns mittlerweile spürbar." Vergangene Woche waren die Rieder nach 3:0-Führung in Kapfenberg nicht über ein 3:3 hinausgekommen. Das Spiel sei aber noch auf der Heimreise durch eine Videovorführung abgehakt worden, verriet Gludovatz.

Immerhin haben die Rieder aus den vergangenen vier Spielen zehn Punkte geholt. "Ried hat konstant gute Leistungen gebracht und ist daher verdient an der Tabellenspitze", meinte Wacker-Trainer Walter Kogler. "Sie bringen ihre Kompaktheit in jedem Spiel zur Geltung." Eine Konstanz, die seiner Mannschaft derzeit fehlt. Den bisher letzten Auswärtssieg hatten die Tiroler am 22. September in Kapfenberg (4:2) gefeiert. "Es wird hart, aber wir wollen auch aus Ried etwas mitnehmen", sagte Kogler.

Innsbrucks Coach setzt weiterhin auf Fabian Koch - trotz des für Winter besiegelten Abganges des Flügelspielers zur Wiener Austria. "Er wird uns zwar fehlen, aber es ist auch eine schöne Entwicklung. Wir haben ihn in zwei Jahren vom Rohdiamanten geschliffen", erklärte Kogler, der lediglich um den Einsatz von Stürmer Miran Burgic bangt. Anstelle des Slowenen dürfte Julius Perstaller beginnen.

Bei den Riedern fehlen die Langzeit-Verletzten Stefan Lexa und Peter Hackmair sowie die Keeper Thomas Gebauer und Hubert Auer. Bei einigen Spielern merkt Gludovatz zudem, dass sie permanent ihr Leistungsmaximum ausschöpfen müssen. "Dadurch sind wir gegen Ende etwas flach", meinte der 64-Jährige. An der Herangehensweise habe sich durch den Erfolgslauf nichts geändert. "Wir müssen immer noch angepasst an einen Gegner spielen. Wir können ihm nicht unser Spiel aufzwingen. So gut sind wir nicht", betonte Gludovatz.

Dennoch bringt die Liga seinem Sensationsteam mittlerweile großen Respekt entgegen. "Es wird für uns jetzt schwieriger", meinte Gludovatz. "Wer in der 15. oder 16. Runde vorne steht, ist aber wurscht. Wenn wir nach der 18. Runde Dritter sind, kräht keiner mehr nach uns." Daher werde auch das erklärte Minimalziel, mit dem Abstiegs nichts zu tun zu haben, beibehalten. Gludovatz: "An der Zielformulierung hat sich nichts geändert - bei mir nicht, und ich hoffe, bei den Spielern auch nicht."

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