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Walchhofer-Triumph in Lake Louise © APA (epa)

Mit einem Doppeltriumph durch Michael Walchhofer und Mario Scheiber in Lake Louise haben sich die seit über eineinhalb Jahren

Mit einem Doppeltriumph durch Michael Walchhofer und Mario Scheiber in Lake Louise haben sich die seit über eineinhalb Jahren sieglosen österreichischen Abfahrtsherren am Samstag eindrucksvoll zurückgemeldet. Die Erleichterung über den Befreiungsschlag war im Männerlager dementsprechend groß. "Dass das heute gelungen ist, ist natürlich sehr wichtig für das gesamte Team", betonte Walchhofer.

Im Vorjahr hatte die Saison des 35-jährigen Salzburgers in Lake Louise mit einer gebrochenen Schuhschnalle unheilvoll begonnen und schließlich ohne Sieg geendet. "Wir haben auch letztes Jahr super gearbeitet, aber es hat einfach von Anfang an gefuchst", erinnerte sich Walchhofer. Nun lasse der gelungene Auftakt aber einiges erwarten. "Ich bin noch nicht in allerbester Form und habe gewonnen, dieser Auftakt lässt hoffen auf die nächsten Rennen", meinte der Zauchenseer, der sich in seiner letzten Saison zum vierten Mal die kleine Abfahrtskugel holen will.

Der zum bereits neunten Mal in seiner Karriere zweitplatzierte Scheiber haderte nicht mit dem neuerlich verpassten Sieg, da er auf der ungeliebten Piste bisher nie so weit vorne war. "Ich bin sehr zufrieden, weil ich die Strecke eigentlich überhaupt nicht mag", sagte der ex aequo mit Axel Lund Svindal (NOR) um eine halbe Sekunde distanzierte Osttiroler. Stattdessen strich er die Bedeutung für die in der Vorsaison heftig kritisierte Mannschaft hervor. "Das ist für das ganze Team sensationell und sehr motivierend. Die Trainer haben sicher zittrige Knie gehabt und sie werden sicher sehr glücklich mit dem Ergebnis sein", meinte der 27-Jährige.

Die Erleichterung beim angesprochenen Trainerstab um Chef Mathias Berthold und den langjährigen Abfahrts-Coach Andreas Evers war natürlich dementsprechend groß. "Wir haben gut trainiert, dass das gleich so gut aufgegangen ist mit einem Doppelsieg, ist natürlich fantastisch. Das ist gut für die ganze Truppe", bekräftige Evers, aus dessen Team auch noch Klaus Kröll als Sechster ins absolute Spitzenfeld gefahren war. "Wir haben mehrere Leute die eine super Saison fahren können", stellte Evers klar. Bereits im Super-G am Sonntag und bei den in der kommenden Woche folgenden Speed-Rennen in Beaver Creek gibt es dazu Gelegenheit.

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