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22. Sieg für Gottwald © APA (epa)

Bei Felix Gottwald hat sich ein tiefes Gefühl der Zufriedenheit breitgemacht. Der 34-Jährige genoss am Samstag seinen ersten

Bei Felix Gottwald hat sich ein tiefes Gefühl der Zufriedenheit breitgemacht. Der 34-Jährige genoss am Samstag seinen ersten Sieg beim letzten Antreten in Kuusamo. Beim 22. Erfolg seiner Karriere sorgte er auch für eine Bestmarke: Nie zuvor seit Einführung des neuen Bewerbs in der Nordischen Kombination hatte ein Sieger im 10-km-Langlauf einen Rückstand von zwei Minuten aufgeholt.

"Schön, wenn man das auch mit klarem Kopf mitbekommt", meinte Gottwald mit Hinweis auf frühere Aufholjagden, in denen er sich völlig verausgabt hatte und beinahe kollabiert war. Um seine Laufstärke hatte er gewusst und damit auch um die Chance trotz des großen Rückstands auf den besten Springer Jason Lamy Chappuis (FRA). "Ich bin es ruhig angegangen und einfach gelaufen. Und irgendwann hab ich mir nur gedacht: Ah, da sind sie ja, die Burschen", beschrieb der dreifache Olympiasieger den Moment des Anschlusses an die Spitzengruppe.

Im Finish hatte ihm der Norweger Mikko Kokslien als letzter Gegner nichts entgegenzusetzen. "Es gibt nichts, was es nicht gibt", sagte Gottwald. "Der Sieg beim Auftakt beschert mir genau das, was ich mir von meinem Sport erwarte: Viel Freude." Trainer Günther Chromecek hatte um die Klasse des Wahl-Ramsauers gewusst. "Felix hat eine enorme Grundlage, wir haben zuletzt viele schnelle Einheiten trainiert, damit er gleich von Beginn an in Topform ist", erklärte der Salzburger.

Gottwald reiste mit Coach und Trainingspartner David Kreiner gleich zur nächsten Weltcup-Station am Wochenende in Lillehammer weiter. Mario Stecher, der zuvor einzige ÖSV-Kombi-Sieger in Kuusamo (2005), und die übrigen Athleten der Gruppe von Cheftrainer Baard Jörgen Elden flogen hingegen für einige Tage in die Heimat zurück.

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