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"Shit happens!" © APA (Hochmuth)

"Shit happens!" Ganze zwei Worte benötigte Marlies Schild, um ihr Desaster beim Weltcup-Slalom in Aspen zu beschreiben. Mit

"Shit happens!" Ganze zwei Worte benötigte Marlies Schild, um ihr Desaster beim Weltcup-Slalom in Aspen zu beschreiben. Mit Startnummer eins fädelte die Topfavoritin im ersten Durchgang gleich beim ersten Tor ein. Das ist wohl die "Höchststrafe" für eine Weltklasse-Skifahrerin wie die Salzburgerin.

Mehr Favoritin in einem Slalom als Schild in Aspen kann man nicht sein. Doch die Siegerin des Auftakt-Rennens vor zwei Wochen in Levi fuhr nur eineinhalb Sekunden. Gleich beim ersten Rechtsschwung fädelte die Atomic-Pilotin ein, war der Traum der Topfavoritin vom 23. Slalom-Sieg vorbei. "Das ist schon sehr bitter, wenn man nicht einmal einen Schwung fährt. Das tut brutal weh", sagte Schild im Ziel.

In dieses kam sie auf Skischuhen und selbst das nicht problemfrei. Die 29-Jährige rutschte auf dem steilen Hang mit ihren Plastikschuhen auch noch mächtig aus und fabrizierte fast einen Überschlag. "Ich glaube, jetzt habe ich wirklich alles durch", konnte Schild nur noch über sich selbst den Kopf schütteln. "Ich hab schon in Rennen eingefädelt, den Start verhaut, es hat mich schon überschlagen und jetzt hab ich auch noch beim ersten Tor eingefädelt. Gut, dass so etwas nur ganz selten passiert", musste sie aber rasch schon wieder schmunzeln.

Es war insgesamt kein Schild-Tag in Colorado. Schwester Bernadette verpasste die Qualifikation und verletzte sich zudem leicht an der Hand. Während Schwester Bernadette, der eine Torstange heftig auf die Hand geschlagen hatte, den Zielraum bitter enttäuscht verließ, gab sich Schwester Marlies daher schnell wieder gefasst und professionell. "Wenigstens kann man nicht sagen, dass ich schlecht gefahren bin", scherzte sie über ihren Fauxpas, der fast ein wenig an Startmalheurs wie jene von Helmut Höflehner in Saalbach oder Fritz Strobl in Gröden erinnerte.

Dass so etwas im Slalom immer möglich ist, hatte auch Schilds Lebensgefährte Benjamin Raich schon mehrmals zur Kenntnis nehmen müssen. "Im Prinzip ist es egal, ob es beim ersten oder letzten Tor passiert", hatte Raich einmal gemeint.

Auch Schild sah es so, selbst ihre einstige Anfangsnervosität sei nicht der Grund gewesen. "Ich war sogar recht locker drauf. Es wollte offenbar einfach nicht sein heute", resümierte sie. "Natürlich tut es weh, wenn du weißt, dass du gut drauf bist. Aber es ist gut zu wissen, dass ich sehr schnell bin und gut fahren kann. Ich kann mir nichts vorwerfen."

Schild fliegt bereits Montag zurück nach Österreich. Speedrennen sind für die Slalomkönigin im Gegensatz zu Nicole Hosp derzeit kein Thema mehr.

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