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Landertinger will auch kommende Saison oft jubeln © APA (epa)

Mit berechtigten Hoffnungen auf die Fortsetzung der jüngsten Erfolge gehen die österreichischen Biathlon-Herren in die am

Mit berechtigten Hoffnungen auf die Fortsetzung der jüngsten Erfolge gehen die österreichischen Biathlon-Herren in die am Donnerstag in Östersund beginnenden nacholympische Saison. Die wegen des Dopingskandals von Turin vor vier Jahren vielgescholtene Sparte hat sich mittlerweile zu einem Vorzeigesektor im ÖSV gemausert.

WM- und Olympiamedaillen und zahlreiche Weltcup-Podestplätze haben die Skijäger aus den vergangenen zwei Wintern zu Buche stehen und in dieser Tonart soll es auch weitergehen. "Wir wollen uns weiter verbessern. Die Vorbereitung war bestens und wir brauchen uns nichts vorzumachen - wir streben wieder Weltcupsiege, Stockerlplätze und Medaillen an", bekräftige ÖSV-Biathlon-Chef Markus Gandler. Die Saison mit der WM in Chanty-Mansijsk (RUS) im März als Höhepunkt umfasst neun Weltcupstationen, die zweite in der kommenden Woche ist Hochfilzen. In Östersund gehen Einzel, Sprint und Verfolgung ins Szene.

Vier Siege, 18 Podestplätze und die Ränge zwei von Christoph Sumann, sechs von Dominik Landertinger und acht von Simon Eder in der Gesamtwertung sind die hohen Vorgaben aus dem vergangenen Weltcup-Winter. Diese Basis und die reibungslose Vorbereitung im personell unveränderten Team lassen Gandler auf eine Fortsetzung hoffen. "Die Mischung passt, man muss sich keine Sorgen machen, dass das ein Strohfeuer war", stellte der ehemalige Langläufer klar.

Cheftrainer Reinhard Gösweiner ist vor dem Auftakt in Schweden betont vorsichtig, geht aber auch von weiteren Erfolgserlebnissen seiner Truppe aus. "Sicher wollen wir wieder vorne dabei sein. Aber die ersten Rennen sind sicher mit Vorsicht zu genießen", äußerte sich Gösweiner zurückhaltend.

Team-Leitwolf Sumann, der sowohl im Gesamtweltcup als auch bei Olympia mit Platz zwei vorlieb nehmen musste, ist nach guter Arbeit über den Sommer in starker Verfassung. Dementsprechend positiv blickt der 34-jährige Steirer in Richtung seiner elften Saison. "Ich konnte auf einem sehr hohen Niveau trainieren. Die guten Tests stimmen mich positiv, auch im Vorjahr habe ich diese in einen guten Winter ummünzen können", erklärte der Einzelbewerb-Weltcupsieger, der natürlich auch bei der WM wieder um Siege mitreden möchte.

Selbiges hat auch Jungstar Landertinger vor. Der Weltmeister im Massenstart hat sich gleich zwei Medaillen vorgenommen. Im Weltcup traut sich der Tiroler eine Verbesserung zu, die Top Drei sind das Ziel. Zuletzt war er allerdings durch eine Handverletzung etwas gehandicapt. "Das Training ist super gelaufen, nur mit meiner Hand habe ich leider ein paar Probleme. Ich habe mir am Handrücken eine leichte Entzündung zugezogen, dadurch konnte ich nicht das komplette Schusstraining absolvieren. Aber ich bin zuversichtlich, dass ich es bis zum Rennen in den Griff bekomme", berichtete der Hochfilzener.

Das ÖSV-Team trainierte als einziges ausländisches Team bereits seit über einer Woche in Mittelschweden. Bis auf die tiefen Temperaturen um minus 20 Grad sei die Vorbereitung ideal gewesen, lediglich ein paar verlorene Trainingstage vor dem Abflug nach Östersund bemängelte der Trainerstab.

Die schärfsten Widersacher von Sumann und Landertinger im Kampf um den Gesamtsieg werden wohl wieder die Norweger um Titelverteidiger Emil Hegle Svendsen und Allzeit-Größe Ole Einar Björndalen, die Russen und die Franzosen sein. Aus dem österreichischen Aufgebot kommen aber auch Simon Eder, Daniel Mesotitsch und Fritz Pinter jederzeit für Podestplätze infrage.

Im Gegensatz zu den Herren sind die Erwartungen an die ÖSV-Damen gering. Lediglich ein Weltcup-Startplatz steht ihnen zur Verfügung. Diesen werden sich in Östersund Iris Waldhuber am Mittwoch im Einzelbewerb und Romana Schrempf am Freitag im Sprint aufteilen. Staffeln sollen auf allen Stationen - die erste steigt nächste Woche in Hochfilzen - gestellt werden. Zum Auftakt fehlen wird Titelverteidigerin Magdalena Neuner. Die deutsche Olympiasiegerin laboriert an Nachwirkungen eines grippalen Infektes.

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