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Cameron ist nicht glücklich über das BBC-Vorhaben © APA (epa)

Mit Entsetzen hat Großbritanniens Premierminister David Cameron auf die Ankündigung der BBC reagiert, kurz vor der Vergabe der

Mit Entsetzen hat Großbritanniens Premierminister David Cameron auf die Ankündigung der BBC reagiert, kurz vor der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 neue Enthüllungen über angeblich bestechliche FIFA-Exekutivmitglieder veröffentlichen zu wollen. "Das ist natürlich frustrierend. Aber dies ist ein freies Land. Ich denke, die FIFA versteht das", sagte Cameron der BBC.

Nachdem der Weltverband FIFA die Exekutivmitglieder Reynald Temarii (Tahiti) und Amos Amadu (Nigeria) nach Aufdeckungen der "Sunday Times" wegen des Verdachts der Bestechlichkeit bereits suspendiert hat, sollen in der BBC-Sendung "Panorama" am (heutigen) Montagabend die Namen von drei weiteren Vorstandskollegen genannt werden, die in der Vergangenheit Bestechungsgelder angenommen haben sollen.

Laut "Süddeutsche Zeitung" (Montag) will die BBC aus den Büchern der 2001 bankrottgegangenen FIFA-Hausagentur ISL Zahlungen veröffentlichen, mit denen die Bestechung von drei aktuellen Exekutivmitgliedern der FIFA sowie zwei des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) belegt werden sollen.

Im Mutterland des Fußballs fürchtet man, die Enthüllungen könnten die Kandidatur Englands für die Endrunde 2018 negativ beeinflussen. Bewerbungschef Andy Anson hatte der BBC sogar ein "unpatriotisches" Verhalten vorgeworfen, die Sendung so kurz vor der WM-Vergabe am Donnerstag in Zürich auszustrahlen.

Unterdessen hofft Australien im Kampf um die WM 2022 auf eine "Lex Ozeanien". Obwohl der Kontinentalverband nach der Suspendierung von Temarii in der FIFA-Exekutive derzeit nicht vertreten ist, wollen die Australier ein Stimmrecht für Ozeanien bei der Abstimmung am Donnerstag. Die FIFA hat sich dazu bisher nicht geäußert.

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