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Walchhofer führte Östereicher-Block an © APA (Hochmuth)

Der Schweizer Didier Cuche hat am Dienstag im ersten Training für den Abfahrts-Klassiker in Beaver Creek (Freitag) mit 1:47,8

Der Schweizer Didier Cuche hat am Dienstag im ersten Training für den Abfahrts-Klassiker in Beaver Creek (Freitag) mit 1:47,8 Minuten Bestzeit erzielt. Hinter Cuche und dem Franzosen Adrien Theaux zeigten die Österreicher Michael Walchhofer, Klaus Kröll, Hans Grugger und Georg Streitberger auf den Plätzen drei bis sechs aber, dass mit ihnen nach dem Doppelsieg in Lake Louise wieder zu rechnen ist.

Keiner der ÖSV-Abfahrer ging beim ersten Abtasten mit einer der schwersten Strecken der Welt gleich ans Limit. "Heuer ist es aber auch nicht so ganz die Draufgängerstrecke wie sonst", verwies Walchhofer darauf, dass man die Raubvogelpiste durch eine kurvige Setzung deutlich entschärft hat.

Dass die Piste deutlich griffiger ist als zuletzt die vereiste Abfahrt in Kanada, trug ihren Teil dazu bei. "Leicht ist es hier ja nie. Aber wenn's so bleibt, ist der Favoritenkreis sicher größer als sonst", ist Walchhofer überzeugt und verwies nicht nur auf Cuche, Aksel Lund Svindal (NOR), Bode Miller (USA) und den Schweizer Carlo Janka, der im Vorjahr hier alle drei Rennen gewonnen hatte.

Drei Tage nach seinem Comeback-Sieg in Lake Louise blieb der Salzburger auch in Colorado bei seiner neuen Taktik, die Favoritenrolle anderen zuzuweisen - auch auf der Strecke. Nach überlegener Bestzeit im obersten Flachteil baute der Salzburger stark ab.

"Ich hab' die Einfahrt in den Steilhang verhaut. Es war eine ansprechende erste, aber keine gute Fahrt. Cuche hingegen wollte sicher gleich zeigen, dass mit ihm zu rechnen ist", verwies der 35-Jährige darauf, dass ihm der um ein Jahr ältere Schweizer wohl gerne die Rolle als ältester Abfahrtssieger schnell wieder abjagen möchte.

Walchhofer freute sich sehr über den neuerlichen Auftritt in Beaver. "Es ist ein Traum, als Sieger hierherzukommen", sagte der dreifache Abfahrts-Weltcupsieger und deutete an, dass er noch einige Reserven habe. "Ich bin ja relativ relaxed gefahren, war deshalb nicht ganz so schnell."

Praktisch alle nannten Mario Scheiber als großen Mitfavoriten. Der Osttiroler führt zudem völlig überraschend im Gesamtweltup und gilt als heißer Siegfavorit, weil ihm die technisch anspruchsvolle Strecke sehr entgegenkommt. Ein idealer Ort für den ersten Sieg also. "Die Weltcupführung ist schön, mir aber egal, weil sie nicht mein Ziel ist", wiegelte Scheiber ab.

Von den elf Österreichern im Training dürfen neun die Abfahrt am Freitag bestreiten. Kein großes Problem nachdem Otmar Striedinger sowie der neuerlich am Knöchel verletzte Andreas Buder nach Lake Louise wieder heimgeflogen sind und Stephan Görgl nur den Super-G am Samstag bestreiten wird. Benjamin Raich entscheidet über einen Abfahrtsstart nach dem letzten Training, das wegen des angekündigten Schlechtwetters aber in Schwebe ist.

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