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Prinz William, Premier Cameron und Beckham (v.l.) © APA (epa)

Die insgesamt neun Bewerber um die Fußball-WM-Endrunden 2018 und 2022 haben nicht nur etliche Milliarden Euro in ihr Unternehmen

Die insgesamt neun Bewerber um die Fußball-WM-Endrunden 2018 und 2022 haben nicht nur etliche Milliarden Euro in ihr Unternehmen gebuttert, sondern bieten auch viel Prominenz auf, um am Donnerstag in Zürich die Gunst der 22 FIFA-Exekutiv-Mitglieder zu gewinnen, die erstmals zwei Endrunden gleichzeitig vergeben. Die Kandidaten warrfen ihre besten Kräfte in die Wahl-Schlacht.

Die Kicker Iker Casillas (Spanien) oder David Beckham haben sich ebenso angesagt wie die Regierungschefs David Cameron (beide England) und Jose Luis Zapatero (Spanien) oder der frühere US-Präsident Bill Clinton mit Schauspieler Morgan Freeman (USA), Wladimir Putins Stellvertreter als Ministerpräsident, Igor Schuwalow (Russland), der englische Prinz William oder Scheich Mohammed Bin Hammad Bin Khalifa Al-Thani.

Selbst wenn neben Putin auch Cristiano Ronaldo (Portugal/Knöchelverletzung), der teuerste Fußaller der Welt, kurzfristig absagen musste - die Tourismus-Branche, und nicht nur diese, reibt sich in der Schweizer Metropole schon die Hände. "In Zürich sind alle Luxushotels ausgebucht," war in der Zeitung "Tages-Anzeiger" dieser Tage zu lesen. Die WM-Vergabe belebt das Weihnachtsgeschäft zusätzlich. Wie groß der Aufwand für die Sicherheit ist, blieb ein Geheimnis.

Die Korruptionsvorwürfe, die die WM-Vergabe bis zur Abstimmung begleitet haben, wollte der von Sir Bobby Charlton begleitete Beckham nicht herunterspielen, aber auch nicht überbewerten. "Wir können der FIFA vertrauen. Das sind Leute aus dem Fußball, sie wollen, dass die beste Bewerbung gewinnt," sagte die Ikone. England Bewerbungschef Andy Anson ist stolz, dass das ganze Land die Pläne unterstütze und sich das auch in der Delegation widerspiegle.

"Fußball ist unser Nationalsport, er ist teil unserer Nationalkultur," unterstrich Cameron, in dessen Land aber viele Buchmacher Russland vor England zum klaren Favoriten für die WM 2018 erkoren. Spanien/Portugal folgen auf Rang drei, Niederlande/Belgien sind krasse Außenseiter. Die besten Karten für die WM-Endrunde 2022 werden von den englischen Wettanbietern Katar gegeben.

Der Wüstenstaat prahlt mit seiner Finanzkraft. 42,9 Mrd. Dollar (33,0 Mrd. Euro) wollen die Scheichs für die Infrastruktur, vier Milliarden alleine für Stadion verwenden. Die befürchtete Hitze von rund 50 Grad wollen die WM-Planer Katars während der "WM der kurzen Wege" mit einem Kühlsystem begegnen. Hinter Katar folgen im Odds-Ranking die USA, Australien, Japan und Südkorea. Von den elf Ländern, die solo oder gemeinsam kandidieren, waren nur Russland, Portugal, Niederlande, Belgien, Australien und Katar noch nie WM-Gastgeber.

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