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Für Trainer Mancini Premier League wichtiger © APA

Manchester City nimmt die Fußball-Europa-League nicht für voll. Das hat sich am Mittwoch erneut eindrucksvoll gezeigt. Die

Manchester City nimmt die Fußball-Europa-League nicht für voll. Das hat sich am Mittwoch erneut eindrucksvoll gezeigt. Die hochkarätigen Reservisten des Starensemble hatten keine Mühe, mit einem 3:0 gegen Red Bull Salzburg in die K.o.-Phase einzuziehen. "Ich bin froh. Jetzt können wir uns auf die Premier League konzentrieren", erklärte City-Trainer Roberto Mancini.

Die heimische Meisterschaft birgt für die "Citizens" deutlich mehr Prestige als die europäische Zweitklassigkeit. Sollte sich die Chance auf eine internationale Trophäe ergeben, würde sie Mancini aber sicher nicht verstreichen lassen. Das Spielermaterial hat er zur Verfügung, selbst wenn er seinen Topstars im Europacup eine Pause gönnt. "Das ist das bestbezahlte B-Team der Geschichte", schrieb die Zeitung "Daily Mail" über Emmanuel Adebayor, Shaun Wright-Phillips und Co. "Die Europa League ist zu einem Schaufenster für die vergessenen City-Stars geworden."

Die Spieler des Abends waren Doppeltorschütze Mario Balotelli, in dem Mancini noch deutliches Steigerungspotenzial ortet, und Flügelspieler Adam Johnson mit seinem Traumtor zum Endstand (78.). Zuvor hatte er während des Spiels in der Kabine eine mehr als dreiminütige Pinkelpause eingelegt - ein weiteres Zeichen, wie ernst man den österreichischen Fußball auf der Insel nimmt. Schon in der voraussichtlichen Aufstellung vor dem Spiel hatte die "Daily Mail" Stürmer Roman Wallner bei den Salzburgern ins Tor gestellt.

Mit einer Ticketaktion um fünf Pfund (ein Pfund für Kinder) lockte City zumindest 37.552 Zuschauer ins Stadion - mehr als bei Schneefall und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, die Teile Großbritanniens diese Woche ins Chaos gestürzt haben, zu erwarten war.

Die "Citizens" waren gut aufgelegt. Das bekam bei seiner Einwechslung vor allem Salzburgs Brasilianer Alan zu spüren, auf den die Fans im Scherz einige Songs anstimmten. "Alan for England" und "Alan give us a wave", waren da zu hören. Die reichen Eigentümer von City mögen mittlerweile aus Abu Dhabi sein, aber der Humor seiner Fans ist immer noch sehr britisch.

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