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Training musste abgebrochen werden © APA (Hochmuth)

Die intensive Läufer-Kritik nach dem abgebrochenen Schlechtwetter-Trainingslauf in Beaver Creek hat Folgen. Nach der harten

Die intensive Läufer-Kritik nach dem abgebrochenen Schlechtwetter-Trainingslauf in Beaver Creek hat Folgen. Nach der harten Reaktion von FIS-Renndirektor Hujara haben sich zwar viele Läufer entschuldigt, dennoch legte der Deutsche noch einmal nach. Man werde nicht zögern, künftig bei Vergehen den entsprechende Sanktions-Paragrafen der Internationalen Ski-Wettkampfordnung IWO anzuwenden, so Hujara.

Bis zu 100.000 Schweizer Franken (76.000 Euro) drohen laut IWO bei Vergehen, deren Sanktionen in Artikel 223 geregelt sind. Der Spielraum reicht von Akkreditierungsentzug, Disqualifikation und Ausschluss bis zu hohen Geldstrafen und betrifft nicht nur alle für FIS-Bewerbe akkreditierte, sondern auch nichtakkreditierte Personen, die sich innerhalb des örtlichen Wirkungsbereiches eines Wettkampfes befinden. Die Jury kann für Vergehen noch vor Ort sofort Strafen bis zu 5.000 Franken (3.799 Euro) aussprechen.

Die intensive und von den Medien nach außen getragene Läufer-Kritik hatte in Colorado für Ärger im Ski-Weltverband (FIS) geführt. Hujara hatte danach professionelleres Verhalten der Sportler eingefordert, was vielfach als "Maulkorb" interpretiert wurde. "Mit normaler Kritik leben wir problemlos. Wenn es aber unter die Gürtellinie geht oder man das Ansehen des Sports beschädigt, werden wir nicht zögern, künftig Konsequenzen zu ziehen", erklärte der 58-jährige FIS-Funktionär. Gemeint seien damit vorrangig Dinge wie das sogenannte "bad mouth talking", aber auch der berühmte "Stinkefinger".

"Mir ist klar, dass ich in Europa nun wieder der Oberlehrer bin. Aber wir wollen professionellen Sport betreiben, daher müssen wir uns auch professionell verhalten - mich eingeschlossen", sagte Hujara am Donnerstagabend (Ortszeit) beim für Medien offenen Team-Captains-Meeting in Beaver Creek. "Deshalb nehme ich diese Rolle als 'Oberlehrer' gerne wieder an. Ich will einen Prozess in Gang setzen, und es war Zeit zu reagieren", gab sich der Deutsche kämpferisch.

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