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Rapid agierte erneut sehr unglücklich © APA (Neubauer)

Österreichs Fußball-Rekordmeister SK Rapid hat in seinem letzten Heimspiel in der Europa-League-Gruppenphase nahtlos an die

Österreichs Fußball-Rekordmeister SK Rapid hat in seinem letzten Heimspiel in der Europa-League-Gruppenphase nahtlos an die Auftritte in den beiden vorangegangenen Partien im Happel-Stadion angeschlossen. Wie schon gegen Besiktas und ZSKA Sofia begingen die Hütteldorfer auch beim 1:3 gegen den FC Porto schwere individuelle Schnitzer, was das Ende aller Aufstiegsträume zur Folge hatte.

Nach einer 1:0-Führung gegen den überlegenen portugiesischen Tabellenführer patzten diesmal Ragnvald Soma und Raimund Hedl. "Schade, dass wir uns das Leben so schwer gemacht haben. Mit einem 1:1 hätten wir gut leben können", meinte Trainer Peter Pacult, dessen Mannschaft in der 86. und 88. Minute die entscheidenden Treffer kassierte. Das Unheil nahm allerdings schon in der 42. Minute seinen Lauf, als Falcao den Ball zum 1:1 serviert bekam, weil sich Soma grob verschätzte. "Fehler passieren, aber es ist bitter, wenn man 1:0 führt und dann den Gegner mit einem harmlosen Ball zum Ausgleich einlädt", sagte Pacult.

Bei den weiteren Gegentreffern durch Falcao machte Hedl keine glückliche Figur - der Goalie wurde von seinem Trainer aber in Schutz genommen. Auf dem Schneeboden seien die Bälle nicht leicht zu halten gewesen, betonte Pacult und ärgerte sich stattdessen über einen Spieler, der die schnelle Ausführung eines Freistoßes für Porto unmittelbar vor dem 1:2 ermöglichte. "Das ist ärgerlich, ein Amateur-Fehler."

Pacult musste allerdings auch zugeben, dass Porto im verschneiten Prater zumindest eine Klasse stärker als Rapid war. "Es hat die bessere, reifere Mannschaft gewonnen. Man hat gesehen, dass die Portugiesen auch bei solchen Bedingungen gut spielen können. Wir haben nur läuferisch und kämpferisch dagegenhalten können", analysierte der 51-Jährige. Die spielerische Unterlegenheit seiner Truppe lag laut Pacult auch an der langen Ausfallliste bei Rapid. "Wir hatten personell einige Probleme. Da kann man nicht erwarten, dass die Spieler, die bisher weniger gespielt haben, das Niveau im Vergleich zu denen heben, die gefehlt haben."

Auf Veli Kavlak und Yasin Pehlivan verzichtete Pacult mehr oder weniger aus freien Stücken, um die beiden angeschlagenen ÖFB-Teamspieler vor schwerwiegenderen Verletzungen zu schützen. "Natürlich hätte ich den Einsatz von Kavlak riskieren können, aber wer hätte mir die Gewährleistung gegeben, dass nichts passiert?", fragte der Wiener. Angesichts der bereits vor dem Porto-Match geringen Aufstiegschancen hatte Pacult das Heimspiel am Sonntag gegen Herbstmeister SV Ried im Kopf. "Ich habe schon nach unserem Aufstieg in die Gruppenphase in Birmingham gesagt, dass die Meisterschaft Vorrang hat", erklärte Pacult.

Trotz dreier Niederlagen in drei Partien sprach der Coach von einem "Abschied mit Anstand" aus dem Happel-Stadion, das die bestbesuchte Arena der gesamten Europa-League-Gruppenphase war. Im Schnitt sahen 48.200 Zuschauer die Rapid-Heimspiele, womit die Hütteldorfer sogar Clubs wie Dortmund, Liverpool oder Manchester City hinter sich ließen.

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