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Deutscher Vizemeister gegen Titelverteidiger © APA (dpa)

Die 15. Runde der deutschen Bundesliga hat am ersten Advent-Wochenende Interessantes zu bieten. Da wäre einmal das Duell

Die 15. Runde der deutschen Bundesliga hat am ersten Advent-Wochenende Interessantes zu bieten. Da wäre einmal das Duell zwischen FC Schalke und Titelverteidiger FC Bayern. Zudem gibt es Derbys - wie Bayer Leverkusen - 1. FC Köln, VfB Stuttgart - TSG 1899 Hoffenheim - sowie die Duelle VfL Wolfsburg - Werder Bremen, Eintracht Frankfurt - FSV Mainz 05 und und FC St. Pauli - 1. FC Kaiserslautern.

Schalke-Trainer Felix Magath, der den FC Bayern zu zwei Meistertiteln und einen Cupsieg geführt hat, erwartet "wieder ein leichtes Spiel" für seine Schützlinge. "Weil die Motivation eine große ist und weil die Münchner selbst das Spiel machen wollen. Das kommt uns etwas entgegen, wie man gegen Olympique Lyon in der Champions League gesehen hat," sagte der 57-Jährige in Erinnerung an den 3:0-Heimsieg gegen die Franzosen. Schalke ist seit 13. März daheim gegen die Bayern sieglos.

Für die Bayern zählen AufSchalke nur drei Punkte. "Wir müssen eine Serie starten. Wenn wir die letzten drei Spiele gewinnen, werden wir den Druck erhöhen", appellierte Louis von Gaal an seine Schützlinge. Der niederländische Trainer glaubt aber, dass Schalke nach dem 0:5 in Kaiserslautern "noch gefährlicher" sein wird. Huntelaar bezeichnete er als "besten Stürmer der Welt im 16-Meter-Raum" und Raul als "besten Spieler von früher". Bayern-Kapitän Mark van Bommel steht vor einer Rückkehr in die Startelf.

Im Nordwest-Derby spricht die Bilanz (13-1-1) zwar für die Frankfurter um Ümit Korkmaz, aber Christian Fuchs ist dennoch optimistisch. "Wir haben über den Kampf die Lockerheit zurückgewonnen. Die jüngsten Spiele haben wieder richtig Spaß gemacht", sagte der Mainz-Legionär, dessen Mannschaft fünf von sechs Auswärtspartien gewonnen hat. Durch die Schneefälle kam zuletzt Abwechslung ins Training, zweimal musste von den Spielern geschaufelt werden.

Andreas Ivanschitz spricht von einem ganz wichtigen Duell, in dem es ums Prestige geht, auch wenn die Gäste in der Tabelle weit vor den Hausherren liegen. "Zwischen den zwei Vereinen herrscht große Rivalität, mit den Derbys Rapid gegen Austria oder Panathinaikos gegen Olympiakos kann man die Partie nicht vergleichen. Die sind schon noch brisanter," weiß der Burgenländer, der vor allem vor seinem früheren Panathinaikos-Mitspieler Theofanis Gekas warnt: "Ein sehr effektiver Stürmer, der teilweise unsichtbar ist und dann plötzlich abgebrüht zuschlägt."

Mit derzeit sieben Punkten Vorsprung auf die Mainzer könnte die Dortmunder Borussia, die am Sonntag in Nürnberg gastiert, den Halbzeit-Titel fixierten. "Waldmeister will ich nicht werden, Herbstmeister genauso wenig", sagte Erfolgstrainer Jürgen Klopp zum Titel ohne Wert. Die Chancen stünden nicht schlecht, aber es habe noch keinen Herbstmeister gegeben, der sich den Titel auf seinem Briefkopf geschrieben hat. Ob er weiß, dass für den BVB 1994/95 und 1995/96 der "Winterkönig" eine Etappe auf dem Weg zum Meistertitel war? In 31 von 47 Fällen durfte sich der "Halbzeitmeister" am Ende der Saison als Meister feiern lassen.

Werders Wiener Offensivgeist Marko Arnautovic steht nach seinen Adduktorenproblemen, die ihn zu einer Pause gezwungen hatten, in Wolfsburg vor einem Comeback. Gemeinsam mit Sebastian Prödl könnte er Trainer Thomas Schaaf zum 200. Sieg in einem Bundesliga-Spiel verhelfen. Diego vom VfL feiert ein Wiedersehen mit seinen Ex-Verein. Der Brasilianer sieht keine Abstiegsgefahr. "Beide haben zu viel Qualität."

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