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Punkteteilung brachte beiden Teams nicht viel © APA (Krugfoto)

Die Punkteteilung im Samstag-Schlager der 18. Bundesliga-Runde hat die Wiener Austria nicht richtig und Meister Salzburg schon

Die Punkteteilung im Samstag-Schlager der 18. Bundesliga-Runde hat die Wiener Austria nicht richtig und Meister Salzburg schon gar nicht glücklich gemacht. Der Abstand zur Spitze schmolz nach dem 1:1 in Wals-Siezenheim nur wenig, während Sturm Graz mit dem 5:0-Kantersieg gegen den LASK Tabellenführer Ried, der erst am Sonntag auf Rapid traf, weiter dicht auf den Fersen bleibt.

"Der Punkt bringt uns nicht viel, jetzt muss ein Sieg gegen Sturm her, um die durchwachsene Herbstsaison noch halbwegs gut abzuschließen", sagte "Bullen"-Stürmer Roman Wallner. Salzburg-Coach Huub Stevens konnte immerhin den ersten 45 Minuten, in denen Mendes sein Team in Führung geschossen hatte, viel abgewinnen. "So wie in der ersten Hälfte stelle ich mir unseren Fußball vor, das war unsere beste Leistung in dieser Saison", sagte der Niederländer, der den Spielern aber in der zweiten Hälfte mangelnde Cleverness attestierte. Salzburg ist nun seit fünf Runden ungeschlagen, konnte aber auch seit fünf Spielen nicht mehr gegen die Austria gewinnen.

Der späte Ausgleich durch Austria-Verteidiger Aleksandar Dragovic (86.), der im 66. Spiel sein erstes Bundesligator überhaupt erzielte, bescherte Wallner und Co. ein Deja-vu-Erlebnis: Schon bei den beiden Spielen gegen Rapid waren zwei Gegentore erst in den letzten Minuten gefallen - beim 1:2 in Wien (90.) und beim 1:1 in Salzburg (88.). "Wir haben wie in so vielen Spielen zu viel verwaltet, dadurch ist der Schuss nach hinten losgegangen", sagte Wallner, musste aber auch gestehen: "Die Austria spielt derzeit wahrscheinlich den besten Fußball in Österreich."

"So wie wir in der zweiten Hälfte gespielt haben, sind wir die beste Mannschaft", befand auch Dragovic, der freilich den vergebenen Chancen nachweinte: "Wenn wir auch noch die Tore machen, dann werden wir Meister." Einer, der mehrere gute Chancen ausließ, war sein Teamkollege Roland Linz, dem dazu nur eines einfiel: "Das war heute wahrlich nicht mein Spiel."

Für Diskussionen sorgte auch Schiedsrichter Alexander Harkam, der sich in drei heiklen Strafraumsituationen gegen den Elferpfiff entschied - zweimal gegen Salzburg. "Es war ein klarer Elfer nach Foul von Stankovic an mir, da wäre das Spiel gelaufen gewesen", meinte etwa Jakob Jantscher, der in der 70. Minute zu Boden ging. Austria-Coach Karl Daxbacher fand vor allem Lob für seine Elf: "Es war ein sehr gutes Spiel meiner Mannschaft. Wir haben bis zum Schluss an den Ausgleich geglaubt. Wenn wir die spielerische Linie weiter behalten und die Chancen nützen, dann ist viel möglich."

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