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Riesch stolz auf Doppelsieg © APA (Archiv/epa)

Maria Riesch hat ihre Freundin und Dauerrivalin Lindsey Vonn endgültig als Abfahrts-Dominatorin in Lake Louise abgelöst. Die

Maria Riesch hat ihre Freundin und Dauerrivalin Lindsey Vonn endgültig als Abfahrts-Dominatorin in Lake Louise abgelöst. Die 26-jährige Doppel-Olympiasiegerin aus Bayern gewann am Samstag auch das zweite Saisonrennen in der Königsdisziplin in Kanada. Vonn, die auf ihrer Lieblingsstrecke in Lake Louise sieben Abfahrten gewonnen hatte, musste dagegen zweimal "nur" mit Platz zwei vorlieb nehmen.

"Doppel-Abfahrtssiegerin in Lake Louise, das hört sich gut an. Nachdem Lindsey in den vergangenen Jahren hier überragend war, zeigen diese Siege, dass ich nun mit ihr auf einem Level fahren kann. Und dass ich sie hier zweimal schlagen konnte, das macht mich sehr stolz. Das ist ein Superstart in die Speed-Saison für mich, auch wenn es am Ende glücklich war", betonte Riesch und verwies damit auf ihren zweimal knappen Vorsprung von 0,12 (Freitag) und 0,10 (Samstag) Sekunden auf die Abfahrts-Olympiasiegerin aus den USA.

Die Grundlage für diese Speed-Stärke legte die Gesamt-Weltcup-Führende beim Sommer-Training in Südamerika. "In der Vorbereitung habe ich diesmal im Gegensatz zu früher den Fokus nicht nur auf die technischen, sondern auf alle Disziplinen gelegt. Ich war zwei Wochen in Chile, wo ich auf einer sehr schweren Abfahrt viele Fahrten absolviert habe. Das ist mir entgegengekommen, davon profitiere ich jetzt sehr", erklärte die 1,80 m große Athletin aus Garmisch. "Denn im Herbst bin ich fast gar nicht mehr auf langen Latten gestanden. Seit Ende September habe ich nur einmal in der Vorwoche in Vail Super-G trainiert, das war alles."

Vom Lake-Louise-Hattrick, den sie am Sonntag mit einem Triumph im Super-G realisieren könnte, wollte sie trotzdem nicht sprechen. "Mein letzter Sieg in dieser Disziplin ist schon lange her (21. Jänner 2008 in Cortina), die Erwartungshaltung deshalb nicht so groß. Ein weiterer Podestplatz ist mein Ziel. Um zu gewinnen, da müsste schon alles zusammenpassen", so Riesch.

Vonn ist jedenfalls wild entschlossen, den Hattrick ihrer gleichaltrigen Freundin zu verhindern. "Das hat schon ein bisschen wehgetan, mit einer Zehntel hier noch einmal zu verlieren", gestand die US-Amerikanerin, bezeichnete es aber im selben Atemzug auch als "Riesenerfolg", überhaupt auf dem Podest zu stehen. "Ich bin gut gefahren mit Ausnahme von diesem 'Sturz' im mittleren Teil, wo es sehr unruhig und eisig war. Dort habe ich einen Schlag bekommen, das war beinahe ein großer Unfall", schilderte Vonn die dramatische Szene.

"Ich habe mich Gott sei Dank wieder aufrichten und weiterfahren können, habe dort aber viel, viel Zeit verloren. Unten habe ich dann mit meinem schnellen Ski fast alles wieder aufgeholt. Damit habe ich wenigstens die Gewissheit, dass ich wieder da bin. Ich darf nur keine Fehler machen. Hoffentlich klappt es am Sonntag im Super-G endlich mit meinem ersten Saisonsieg", lautete die Kampfansage von Vonn.

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