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"Auf Champions-League-Platz konzentrieren" © APA (epa)

Topfavorit FC Bayern München hat sich nach nur 15 Runden aus dem Titelrennen in der deutschen Fußball-Bundesliga verabschiedet.

Topfavorit FC Bayern München hat sich nach nur 15 Runden aus dem Titelrennen in der deutschen Fußball-Bundesliga verabschiedet. Das Statement von Philipp Lahm im Anschluss an das 0:2 bei Schalke klang wie eine Kapitulationserklärung. "Von der Meisterschaft brauchen wir im Moment nicht mehr zu reden und sollten uns lieber auf einen Champions-League-Platz konzentrieren", meinte der DFB-Teamspieler.

Selbst der bisherige Mutmacher Louis van Gaal wirkte mutlos. Auf die Frage, ob die Titelverteidigung nicht in unerreichbare Ferne gerückt sei, antwortete der Trainer: "Heute kann man das sagen. Ich glaube, dass es jetzt soweit ist. Das ist in meinen Augen eine unglaubliche Niederlage", klagte der Niederländer, dessen Team im fünften Auswärtsspiel in Serie ohne Sieg blieb. Auch Ehrenpräsident Franz Beckenbauer gab ein neues Saisonziel aus: "Man sollte sich auf Platz zwei konzentrieren. Dann wird der FC Bayern eben mal nicht deutscher Meister."

Neben den Bayern verpassten auch Christian Fuchs und seine Mainzer die Chance, mit Spitzenreiter Dortmund halbwegs Schritt zu halten. Das 1:2 des Tabellenzweiten bescherte dem BVB schon am Tag vor seinem Auftritt in Nürnberg den Herbstmeistertitel. Zum dritten Mal nach den Spielzeiten 1994/95 und 1995/96. In beiden Fällen entpuppte sich der inoffizielle Titel als gutes Omen: Am Ende der Saison hielten die Dortmunder Profis die Meisterschale in Händen. Ähnliche Erfahrungen machten die meisten Herbstmeister. In immerhin 31 von 47 Fällen gewann die Mannschaft den Titel, die auch zur Halbzeit der Saison ganz vorne gestanden war. Allerdings gibt es für den BVB auch mahnende Beispiele. So stürzte 1899 Hoffenheim 2008/2009 vom ersten auf den siebenten Rang ab.

Die Bremer, bei denen Sebastian Prödl und Marko Arnautovic bei seinem Comeback nach Verletzung durchspielten, kamen bei Wolfsburg immerhin zu einem 0:0, sind vier Punkte hinter Bayern Zehnter. "Wir konnten unseren leichten Aufwärtstrend bestätigen. Es setzt sich fort, dass wir langsam wieder mehr Sicherheit und Selbstvertrauen bekommen", meinte Prödl, dessen nicht unbedingt elferwürdige Attacke an Mandzukic zu einem Strafstoß führte, den Dzeko allerdings über das Tor jagte. "Ich habe nur den Körper zwischen Ball und Mandzukic reingestellt und ihn mit dem Arm berührt. Man kann, muss den Elfmeter aber nicht geben. Mit meiner Leistung kann ich aber zufrieden sein. Aber wir dürfen uns jetzt nicht zurücklehnen und glauben, wir haben den Umschwung bereits geschafft. Es ist ein Weg der kleinen Schritte", sagte der Steirer.

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