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Klarer Erfolg nach schwachem Start © APA (Pfarrhofer)

Rapid hat dafür gesorgt, dass der Winterkönig der Fußball-Bundesliga erst in der letzten Runde vor Weihnachten am kommenden

Rapid hat dafür gesorgt, dass der Winterkönig der Fußball-Bundesliga erst in der letzten Runde vor Weihnachten am kommenden Wochenende gekürt wird. Die Wiener feierten zum Abschluss der 18. Runde gegen Tabellenführer Ried einen klaren 3:0-Heimsieg. Die Oberösterreicher (34 Punkte) haben damit nur noch einen Zähler Vorsprung auf Verfolger Sturm Graz (33). Rapid (29) verbesserte sich auf Rang fünf.

Vor 14.800 Zuschauern im Hanappi-Stadion präsentierten sich die Rieder nur in der ersten halben Stunde als ernsthafter Anwärter auf die Europacup-Startplätze. Jürgen Patocka (38.), Mario Sonnleitner (53.) und Atdhe Nuhiu (59.) sorgten für klare Verhältnisse zugunsten der vor allem nach der Pause klar überlegenen Wiener, die nun schon seit zehn Runden ungeschlagen sind.

Der Rasen im Hanappi-Stadion war komplett geräumt und auch aufgrund der Rasenheizung in einem sehr guten Zustand. Das Spiel der Hütteldorfer ließ drei Tage nach dem endgültig besiegelten Europa-League-Ausscheiden zu Beginn allerdings zu wünschen übrig. Die Rieder zeigten, dass sie nicht umsonst Herbstmeister sind, waren in der Anfangsphase in allen Belangen überlegen.

Das Glück stand der Elf von Coach Paul Gludovatz aber nicht zur Seite. Nach 1:38 Minuten traf Guillem nach einem Ideal-Lochpass zum vermeintlichen 1:0. Schiedsrichter Gangl entschied aber auf Abseits, obwohl der zurückeilende Patocka dieses aufgehoben haben dürfte.

Sonst kamen die Rieder aber zu keinen Chancen, und mit Fortdauer der Partie übernahmen die Hausherren allmählich die Initiative. Bei Schüssen von Sonnleitner (25.) und Gartler (28) hatte Ried-Goalie Hesl keine Mühe. Da bei beiden Mannschaften aus dem Spiel heraus wenig zusammenlief, fiel der Führungstreffer völlig symptomatisch aus einer Standardsituation.

Nach einer Freistoßflanke von Kavlak traf der aufgerückte Patocka per Kopf aus rund sechs Metern genau ins Eck (38.). Der Ex-Mattersburger stellte damit einmal mehr seine Kopfballstärke unter Beweis, hat er doch neun seiner zwölf Bundesligatreffer, zwei davon in dieser Saison, per Kopf erzielt.

Nach dem Seitenwechsel waren die Hütteldorfer klar tonangebend. Die Rieder fielen wie in den vergangenen Partien zumeist auch in der zweiten Hälfte zurück und waren deshalb chancenlos. Nach einem kurz abgespielten Eckball flankte Saurer auf Sonnleitner und der diesmal als Außenverteidiger aufgebotene Ex-Grazer traf volley vor Hesl zum 2:0 (53.).

Sechs Minuten später wurde es für den Herbstmeister noch bitterer. Nach einer herrlichen Kombination wehrte Hesl einen Gartler-Schuss nur kurz ab und der kurz zuvor eingewechselte Nuhiu staubte zum 3:0 ab (59.). Gleich darauf verabsäumte es Gartler noch weiter nachzulegen, scheiterte etwas kläglich am Ried-Goalie (60.).

In der Schlussviertelstunde spielte die Mannschaft von Coach Peter Pacult den Sieg ruhig und gelassen über die Zeit. Für die Rieder ging damit eine Serie von fünf Runden ohne Niederlage zu Ende, sie haben damit weiterhin noch nie - in 27 Spielen (20 Niederlagen, 7 Remis) - im Hanappi-Stadion gewonnen.

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