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"Ich bin sehr glücklich und wirklich zufrieden" © APA (Neumayr)

Riesigen Applaus hat am Sonntag im Riesentorlauf von Beaver Creek der Schweizer Daniel Albrecht bekommen. Über 22 Monate nach

Riesigen Applaus hat am Sonntag im Riesentorlauf von Beaver Creek der Schweizer Daniel Albrecht bekommen. Über 22 Monate nach seinem Koma-Sturz in Kitzbühel gab der Schweizer sein mit Spannung erwartetes Comeback und der 27-Jährige qualifizierte sich zur großen Überraschung aller als 17. auch für den zweiten Durchgang. Von den zahlreichen Fans auf der Tribüne gab es dafür stehende Ovationen.

"Ich bin sehr glücklich und wirklich zufrieden", strahlte Albrecht nach dem ersten Durchgang, den er dank des Verletztenstatus mit Startnummer 13 in Angriff genommen hatte. Albrechts Umfeld hatte lange die Rückkehr des Sportlers, der nach seinen schweren Sturz am Hahnenkamm drei Wochen im künstlichen Koma gelegen war, gebremst. Albrecht selbst hatte sich dann zu diesem Start entschlossen, weil eine Rennteilnahme der nächste logische Schritt zu einem Vollzeit-Comeback wäre.

"Ich wollte einfach nur gut runterfahren, das scheint mir gelungen zu sein", sagte der von sich selbst überraschte und strahlende Schweizer im Ziel, nachdem er lediglich 1,75 Sekunden auf den führenden US-Amerikaner Ted Ligety verloren hatte. Er habe seit Monaten von dieser Comeback-Fahrt geträumt, am Hang habe sie sich dann genau so angefühlt, erzählte der Kombi-Weltmeister von 2007.

Vergangene Woche vor dem ersten Abfahrtstraining in Lake Louise war Albrecht noch so nervös gewesen, dass er in der Nacht davor kaum geschlafen hatte. Am Comeback-Sonntag weckte ihn aber der Wecker. "Ich habe geschlafen wie ein Stein", berichtete Albrecht lachend. Peter Eichberger, österreichischer Konditionstrainer im schweizerischen Speed-Team meinte: "Daniel war heute schon vor dem Start der erste Sieger!"

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