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Der Schweizer landete im RTL auf Platz 21 © APA (Hochmuth)

"Allright Allbright!" Nicht nur die tausenden Zuschauer im Zielraum der Birds of Prey in Beaver Creek bejubelten am Sonntag das

"Allright Allbright!" Nicht nur die tausenden Zuschauer im Zielraum der Birds of Prey in Beaver Creek bejubelten am Sonntag das Comeback von Daniel Albrecht. Die ganze Skiwelt freute sich über die Rückkehr des 27-jährigen Schweizers, der mehr als 22 Monate nach seinem "Koma-Crash" in der Kitzbühel-Abfahrt sein erstes Weltcuprennen bestritten hatte.

Und dabei mit Rang 21 geradezu sensationell abschnitt. Nicht einmal Hermann Maier hatte seinerzeit beim Comeback gleich die Qualifikation für den zweiten Riesentorlauf-Durchgang geschafft. Nicht einmal im Traum habe er gedacht, dass ihm selbst dies auf Anhieb gelingen könne, gestand ein atemloser Albrecht nach dem Rennen.

Dieses beendete er mit Startnummer 13 aber sogar in den Punkterängen und damit überglücklich. "Ein Supertag. Ich wollte nur einen guten Lauf fahren und sicher ins Ziel kommen. Es hat mich total überrascht, dass ich schon wieder so schnell sein kann", strahlte Albrecht über das ganze Gesicht.

Drei Wochen war der Schweizer nach seinem Sturz im Zielsprung der Kitz-Abfahrt im Jänner 2009 im künstlichen Koma gelegen. Deshalb hatten seine Trainer eine zu rasche Rückkehr auf die Rennpisten auch immer wieder hinausgezögert. Erst vergangene Woche hatte der Kombinatonsweltmeister von 2007 in Lake Luise erstmals wieder an einem Abfahrtstraining teilgenommen, danach aber auch bereits kritische Töne angeschlagen. Er wolle nun endlich weder starten, so Albrecht damals.

Eine Woche später war es in Beaver Creek dann endlich so weit. "Diese Platzierung ist mehr wert als mein Weltmeistertitel", machte Albrecht klar, wo er dieses Comeback einstuft. "Ich war schon nach dem ersten Lauf überglücklich. Jetzt habe ich die Bestätigung, dass es wieder funktioniert", sagte Albrecht, dem der kleine Rückfall von 17 auf 21 egal war.

"Nachdem es im ersten Lauf so gut gegangen ist, war ich im zweiten schon wieder so nervös, dass ich die Handbremse nicht mehr aufgebracht habe", erklärter er. "Ich wollte ja nur sauber und ohne Druck fahren, damit nichts passiert. Es war mir egal, ob ich 40. oder 50. werde", erzählte der Atomic-Fahrer aus der Schweiz. "Dieses Rennen habe ich mir schon seit langem im Traum vorgestellt. Deshalb habe ich mich schon vorher als Sieger gefühlt."

Ob Albrecht schon am kommenden Wochenende in Val d'Isere wieder startet, ist aus mehreren Gründen eher unwahrscheinlich. "Jetzt geht es einmal nach Hause. Dort werde ich mich zunächst einige Tage erholen", wollte sich "Allbright" aber weiterhin keinen Druck machen. "Erst nachdem ich verarbeitet habe, was passiert ist, werde ich den nächsten Schritt tun. Der Start in Beaver war sehr wichtig. Für mich, aber auch für meine Trainer. Sie waren sich doch bis zuletzt etwas unsicher."

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