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In der ersten Hälfte dominierten die Rieder © APA (Pfarrhofer)

Rapid ist seit Sonntag zurück im Spitzenfeld der Fußball-Bundesliga. Dank des 3:0-Heimsieges über Herbstmeister SV Ried zum

Rapid ist seit Sonntag zurück im Spitzenfeld der Fußball-Bundesliga. Dank des 3:0-Heimsieges über Herbstmeister SV Ried zum Abschluss der Hinrunde wurde der Rückstand auf den Spitzenreiter auf fünf Punkte reduziert. Vom viertplatzierten Erzrivalen Austria trennt die Hütteldorfer nur noch die um zwei Treffer schlechtere Tordifferenz, von Titelverteidiger Salzburg ein Zähler.

Kein Wunder also, dass Trainer Pacult der von Ried-Coach Paul Gludovatz mitgebrachte burgenländische Rotwein nach der Partie besonders gut schmeckte. "Wir sind sehr zufrieden, immerhin haben wir innerhalb von einer Woche auswärts gegen die Austria und gegen den Tabellenführer gewonnen", erklärte der Wiener.

Nur zu Beginn hatte der Rekordmeister mit den Innviertlern gröbere Probleme. "Dass es am Anfang schwierig wird, war klar, weil wir zuletzt zwei Spiele auf Schneeboden hatten. Die Spieler sind keine Roboter, aber man hat gesehen, dass sie körperlich etwas dagegenzusetzen hatten", betonte Pacult.

Trotz aller Genugtuung musste der Coach allerdings auch zugeben, dass die erste Saisonhälfte für Rapid nicht wunschgemäß verlaufen ist. "Wir haben zu wenig Punkte", gestand Pacult, wollte dafür aber nicht das Engagement in der Europa League verantwortlich machen. "Die Doppelbelastung kann nicht schuld sein, wir wollten sie ja."

In der letzten Runde in diesem Jahr könnten die Grün-Weißen ihre Ausgangsposition fürs Frühjahr mit einem Heimerfolg über Wacker Innsbruck weiter verbessern. "Uns ist es egal, ob wir als Jäger oder Gejagter ins nächste Jahr gehen, wir kennen beide Situationen. Und bei Rapid wird man sowieso immer nur daran gemessen, dass man um die Meisterschaft mitspielt", sagte Pacult.

Ried-Betreuer Gludovatz bezeichnete die Niederlage als verdient, verlieh aber auch seinem Ärger über die Leistung von Schiedsrichter Thomas Gangl Ausdruck. Den ehemaligen ÖFB-Nachwuchscoach störte weniger das wegen angeblichen Abseits aberkannte Guillem-Tor in der Anfangsphase als vielmehr die fünf Gelben Karten gegen sein Team. Gangl habe "tendenziös" gepfiffen, so Gludovatz.

Außerdem missfielen dem Rieder Trainer die offensichtlichen körperlichen Verschleißerscheinungen seiner Spieler. "Wir sind aufgrund unseres laufaufwendigen Spiels ausgepowert. Schon in den letzten Spielen hatten wir gegen Ende eine leichte Delle, konnten uns aber drüberretten, wenn wir in Führung waren", meinte Gludovatz.

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