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Freude bei Bayern nach Tor gegen AS Roma © APA (epa)

Der sechste und letzte Spieltag zur Fußball-Champions League in diesem Jahr hat am Mittwoch für sieben Vereine noch große

Der sechste und letzte Spieltag zur Fußball-Champions League in diesem Jahr hat am Mittwoch für sieben Vereine noch große Bedeutung. Ein Quintett kämpft um drei Plätze im Achtelfinale der "Königsklasse" und ein Duo rittert um einen dritten Gruppenplatz und damit um das Recht, 2011 in der Europa League weiterspielen zu dürfen.

Bayern München (E), Chelsea FC (F) und Real Madrid (G) stehen bereits als Pool-Erste, Olympique Marseille (F) und der AC Milan (G) als -Zweite fest. Die auf nationaler Ebene ins Trudeln geratenen Bayern spielen im Heimspiel gegen den FC Basel das Zünglein an der Waage. Gewinnen die Schweizer und verliert gleichzeitig die zweitplatzierte AS Roma in Klausenburg gegen Schlusslicht CFR Cluj, dann dürfen die Mann des Ex-Bayern Thorsten Fink den deutschen Meister ins Achtelfinale begleiten. Bei je neun Punkten entschieden dann die direkten Duell für die Eidgenossen, die gegen die Römer daheim 2:3 verloren, aber auswärts 3:1 gewonnen haben.

Die Baseler dürfen trotz der bayerischen Fink-Vergangenheit in der Allianz Arena gegen den Club des ÖFB-Legionärs David Alaba keine Geschenke erwarten. "Wir wollen ein gutes Spiel machen und wenn möglich ein bisschen was mitnehmen für die Bundesliga", sagte Mittelfeldspieler Toni Kroos auf das jüngste 0:2 gegen Schalke bezogen. Trainer Louis van Gaal wird wie schon zuletzt gegen AS Roma den 22-jährigen Torhüter Thomas Kraft einsetzen.

Im Falle des Scheiterns sind die Schweizer fix Dritte, aber auch sie können die FIFA-Prämie von 800.000 Euro pro Sieg gut gebrauchen. Das gilt ebenso für Spartak Moskau und den Burgenländer Martin Stranzl. Die Russen stehen vor dem Auswärtsspiel in Sillein gegen das noch punktlose Schlusslicht MSK Zilina als Dritter der Gruppe F fest. "Nur" noch um Geld geht es auch zwischen Olympique Marseille und Chelsea FC im Spitzenspiel.

Ein heißes Fernduell um den dritten Rang verspricht die Konstellation im Pool G, wo Ajax Amsterdam und AJ Auxerre nur durch einen Zähler getrennt sind. Die nach dem Abgang von Martin Jol unter Interimstrainer Frank de Boer spielenden Niederländer müssen zum Zweiten AC Milan, die Franzosen zum Tabellenführer Real Madrid. Gewinnt Auxerre und verliert Ajax, muss der Rechenschieber her. Da es in beiden direkten Duell 2:1-Heimsiege gab, die Tordifferenzen und auch die Auswärtstore in den Vergleichen gleich sind, würde als viertes Kriterium das besser Torverhältnis aller Gruppenpartien herangezogen.

Real Madrid könnte sich am Mittwoch ins Buch der Rekorde eintragen. Den Spaniern, die zuletzt ein halbes Dutzend CL-Spiele ohne Niederlage bestritten haben, genügt ein Treffer, um im 157. Spiel als erster Mannschaft die 300-Tore-Marke in der "Königsklasse" zu erreichen. Der AC Milan hat den "Zweihunderter" im Visier, dazu fehlen den "Rossoneri" noch drei Tore. 200 oder mehr Tore in der Champions League haben bisher neben Real nur Manchester United, der FC Barcelona und die Bayern erzielt.

Ein Fotofinish könnte es in Gruppe H geben, in der Schachtjor Donezk (12), Arsenal und SC Braga (je 9) nur durch drei Punkte getrennten sind und sich mehr oder weniger Chancen auf den Aufstieg ausrechnen. Die leichteste Aufgabe finden die Londoner vor, die Partizan Belgrad zu Gast haben (live ORF1). Die Serben erzielten in fünf Partien erst ein Tor und holten noch keinen Punkt. Die Portugiesen müssen in die Ukraine und benötigen nach dem 0:3 daheim gegen Schachtjor ein Wunder, zumal sie auch in den direkten Duellen mit Arsenal (0:6, 2:0) Zweite sind.

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