vergrößernverkleinern
Ried kann Herbst-Sensation perfekt machen © APA (Archiv/Rubra)

Die SV Ried kämpft in der letzten Runde der Fußball-Bundesliga in diesem Jahr um den erfolgreichen Abschluss einer

Die SV Ried kämpft in der letzten Runde der Fußball-Bundesliga in diesem Jahr um den erfolgreichen Abschluss einer sensationellen Herbstmeisterschaft. Mit einem Heimsieg am Samstag über den SC Wiener Neustadt würde sich der amtierende Halbzeitmeister auch zum Winterkönig krönen, unabhängig davon, welches Ergebnis der einzige verblieben Konkurrent Sturm Graz am Sonntag in Salzburg erreicht.

An eine Schützenhilfe der Mozartstädter im Rennen um Platz eins glaubt Ried-Coach Paul Gludovatz nicht. "Ich gehe davon aus, dass Sturm in Salzburg einen oder drei Punkte holt, also müssen wir zumindest unentschieden spielen", erklärte der Burgenländer, dessen Mannschaft derzeit mit einem deutlich schlechteren Torverhältnis einen Zähler vor den Steirern liegt.

Selbst wenn Gludovatz nicht müde wird zu betonen, dass es sich bei Herbstmeister oder Winterkönig nur um Momentaufnahmen handelt - die Aussicht, als Tabellenführer ins neue Jahr zu gehen, übt auf den Trainer einen gewissen Reiz aus. "Dann könnten wir alle im Verein zwei Monate lang genießen, ganz oben zu stehen." Die gewonnene Herbstmeisterschaft ist für den 64-Jährigen aber nach wie vor ein Titel ohne Mittel. "Es ist schön, dass wir dafür vor dem Match gegen Wiener Neustadt einen Pokal bekommen, doch was soll das schon bedeuten?", fragte sich Gludovatz.

Viel größere Bedeutung hat für den Coach der Ausgang des Duells mit Wiener Neustadt. "Die Mannschaft, die mehr Willen aufbringt, wird gewinnen", prophezeite Gludovatz. Das 0:3 vom vergangenen Sonntag im Hanappi-Stadion gegen Rapid hat der ehemalige ÖFB-Nachwuchsbetreuer abgehakt, mittlerweile regiert die Freude über die jüngsten Testergebnisse, die seinen Kickern einen tadellosen körperlichen Zustand bescheinigen. "Meine diesbezüglichen Bedenken sind ad absurdum geführt worden. Damit wird es am Samstag eine Frage des Willens, nicht der Fitness sein."

Die Innviertler müssen sich aber auf harte Gegenwehr der Wiener Neustädter einstellen, schließlich sieht Trainer Peter Schöttel seine Truppe als potenziellen Spaßbremser in der Keine-Sorgen-Arena. "Dass wir Ried als Winterkönig verhindern können, ist ein zusätzlicher Anreiz für uns. Wir wollen der Party-Crasher sein", kündigte der Wiener an.

Nach den Angaben des Ex-Teamverteidigers stehen die Rieder verdient an der Spitze, "weil sie es am besten ausgenützt haben, dass die Großen geschwächelt haben". Allzu viel fehlt dem sechstplatzierten Schöttel-Team aber nicht auf die Oberösterreicher. "Wir schauen genau auf die Tabelle und wissen, dass wir mit einem Sieg nur noch drei Punkte hinter Ried sind."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel