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Wacker hat gegen Rapid heuer noch nicht verloren © APA (Archiv/Hochmuth)

Rekordmeister Rapid will seine Erfolgsserie in die Winterpause der Bundesliga mitnehmen. Die Hütteldorfer sind bereits zehn

Rekordmeister Rapid will seine Erfolgsserie in die Winterpause der Bundesliga mitnehmen. Die Hütteldorfer sind bereits zehn Ligaspiele ungeschlagen, haben den Rückstand auf Tabellenführer Ried dadurch auf fünf Punkte reduziert. Am Samstag (18.30 Uhr) gastiert der ins Straucheln geratene Aufsteiger Wacker Innsbruck im Hanappi-Stadion. Gegen den hat Rapid in dieser Saison aber noch nicht gewonnen.

"Wir werden schauen, dass unsere Serie hält. Die zeigt auch, dass eine gewisse Stabilität da ist", meinte Rapid-Trainer Peter Pacult. Eine Stabilität, die den Unterschied zu einer Mannschaft wie Wacker ausmacht. Die Innsbrucker haben nach ihrem sensationellen Start samt Tabellenführung einen Einbruch hinter sich. Von den vergangenen elf Partien hat der Aufsteiger nur eines gewonnen, dabei nicht mehr als sechs Punkte geholt und nur vier Tore erzielt.

Die Wacker-Spieler hätten sich erst an die neue Situation gewöhnen müssen, meinte Pacult. "Außerdem ist ihr Kader sicher nicht so dicht, das ist der Unterschied", erklärte der Rapid-Coach. Während die Hütteldorfer die längerfristigen Ausfälle ihrer Stars Steffen Hofmann und Jan Vennegoor of Hesselink gut zu verkraften scheinen, sind die Tiroler auf ihre Leistungsträger angewiesen. Ein solcher spielt am Samstag gegen den Club, dem er gehört - Boris Prokopic.

Rapid hat Prokopic bis Saisonende an Wacker verliehen, die Option auf eine vorzeitige Rückkehr im Winter wurde vorerst bis Mitte Jänner verlängert. Der 22-jährige Mittelfeldspieler hatte sich zuletzt leicht für einen Verbleib in Innsbruck ausgesprochen, weil er dort unumstrittener Stammspieler ist. "Er muss sich entscheiden", erklärte Pacult. "Spielgarantien gibt es bei Rapid natürlich nicht." Gegen seinen Willen werde man den Spieler aber nicht zurückholen.

Stattdessen rechnet Pacult zum Start der Vorbereitung am 7. Jänner fest mit Hofmann und Vennegoor of Hesselink. Während den Kapitän langfristige Adduktorenprobleme plagen, hat der niederländische Stürmer die Herbstsaison wegen eines Muskelfaserrisses vorzeitig abgehakt. "Ich rechne damit, dass sie zu Trainingsbeginn topfit sind. Es wäre ein Unding, wenn dann noch irgendjemand mit Behandlungen daherkommt", betonte der Rapid-Coach.

Im 2.700. Ligaspiel der Clubgeschichte muss Pacult zudem auf Markus Katzer, Hannes Eder und Thomas Hinum verzichten. Innenverteidiger Mario Sonnleitner könnte wie zuletzt beim 3:0 gegen Ried rechts in der Viererkette aushelfen. Jürgen Patocka hatte die Hütteldorfer gegen den Leader nach wenig überzeugender Anfangsphase per Kopf auf die Siegerstraße gebracht. "Wir sind vielleicht spielerisch nicht so stark. Es ist aber auch eine Qualität, aus nichts ein Tor machen zu können", sagte Pacult.

Patocka will den Elan in die Winterpause mitnehmen. "Es wäre vom Kopf her ganz wichtig, in der Vorbereitung zu wissen, dass man ganz vorne dabei ist", erklärte der Abwehrspieler. Dafür soll der erste Saisonsieg gegen Wacker her. Einer überraschenden 0:4-Pleite zum Auftakt am Innsbrucker Tivoli war Mitte Oktober in Wien ein 1:1 gefolgt. "Daran wollen wir uns aufbauen", erklärte Wacker-Trainer Walter Kogler. Der aktuelle Negativlauf soll aus den Köpfen.

"Wir wollen den Herbst anständig zu Ende bringen", betonte Kogler. "Dann geht es darum, die Batterien aufzuladen und die Mannschaft neu aufzustellen." Wacker reiste am Freitag mit einem 20-Mann-Kader an. Fraglich ist lediglich der Ex-Rapidler Georg Harding wegen einer Knöchelverletzung. Seit 20. April 2002 (1:0) haben die Innsbrucker nicht mehr bei Rapid gewonnen. Das 4:0 war überhaupt der einzige Sieg in 18 Duellen seit dem Konkurs 2002 gewesen.

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