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Grazer sind für Wallner und Co. Lieblingsgegner © APA (Archiv/Krug)

Zumindest die Statistik stempelt Fußball-Meister Red Bull Salzburg am Sonntag vor eigenem Publikum gegen Sturm Graz zum klaren

Zumindest die Statistik stempelt Fußball-Meister Red Bull Salzburg am Sonntag vor eigenem Publikum gegen Sturm Graz zum klaren Favoriten. Vor dem letzten Bundesliga-Match in diesem Jahr weisen die Mozartstädter die eindrucksvolle Bilanz von 13 Heimsiegen in Folge gegen die Steirer auf, von den jüngsten 16 Gastspielen in Salzburg gingen für die Steirer bei einem Remis gleich 15 Partien verloren.

"Bullen"-Trainer Huub Stevens weiß selbst nicht genau, warum ausgerechnet Sturm zum Lieblingsgegner seines Clubs avancierte. "Aber es ist auch egal. Es wird wieder bei 0:0 angepfiffen, und wir sind wieder zu 100 Prozent gefordert", betonte der Niederländer, der auf einen Sieg hofft. "Dann sind wir weiter voll im Titelrennen."

Schon vor den abschließenden zwei Pflichtspielen vor der Winterpause - am Donnerstag geht es noch in der Europa League daheim gegen Lech Posen - zog Stevens ein erstes Saison-Zwischenresümee. "Negativ war die Chancenauswertung, vor allem am Anfang. Wenn wir da die Chancen genützt hätten, wäre die Mannschaft in einen anderen Lauf gekommen. Außerdem hat im Vergleich zur letzten Saison das Quäntchen Glück gefehlt." Als positiver Aspekt fiel dem 57-Jährigen lediglich die Entwicklung des 18-jährigen Abwehrspielers Martin Hinteregger ein.

Damit dem durchwachsenen Herbst ein erfolgreiches Frühjahr folgt, wird Salzburg in der Winterpause wohl am Transfermarkt tätig werden. "Durch die vielen Verletzungen müssen wir uns ganz einfach umschauen", erklärte Stevens mit Hinweis auf die Langzeitverletzten Eddie Gustafsson, Christian Schwegler, Andreas Ulmer, Dusan Svento und Robin Nelisse.

Die Grazer hingegen können im Moment praktisch aus dem Vollen schöpfen, was den Optimismus von Trainer Franco Foda nährt. "Ich gehe davon aus, dass wir noch einmal alles aus uns rausholen. Wir fahren nach Salzburg, um zu gewinnen", sagte der Deutsche. Sein Club hat derzeit einen Punkt Rückstand auf Ried und damit noch die Chance auf die erste Winterkrone seit der Saison 2007/08. "Aber für uns spielt das überhaupt keine Rolle. Entscheidend wird das Frühjahr, da trennt sich die Spreu vom Weizen."

Der Tabellenzweite verdankt seine gute Position vor allem den Erfolgen über die sogenannten "kleinen" Clubs - gegen Salzburg, Rapid und Austria schauten in insgesamt sechs Partien allerdings nur vier Punkte heraus. Diese Statistik will Foda jedoch nicht überbewerten. "Das hat keine Aussagekraft, denn in Spitzenspielen entscheiden immer Kleinigkeiten. Außerdem gibt es für mich in dieser Saison sowieso keine Großen und Kleinen."

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