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Fuchs (r.) glaubt an einen Sieg © APA (EXPA/Jürgen Feichter)

Die Österreicher Christian Fuchs und Andreas Ivanschitz haben am Sonntag mit ihrem FSV Mainz 05 in der deutschen

Die Österreicher Christian Fuchs und Andreas Ivanschitz haben am Sonntag mit ihrem FSV Mainz 05 in der deutschen Fußball-Bundesliga mit dem FC Schalke 04 einen prominenten Gegner im Stadion am Bruchweg zu Gast. Fuchs verbindet mit dem Vizemeister gute Erinnerungen. "Mit dem VfL Bochum habe ich Schalke im Vorjahr 2:1 geschlagen und den Siegestreffer eingeleitet", erzählte der Niederösterreicher.

Während die Rheinhessen, die keines der vier jüngsten Liga-Delle (0-1-3) mit S04 gewonnen haben, erster Verfolger von Spitzenreiter Borussia Dortmund bleiben wollen, benötigen die "Knappen" als Viertletzter jeden Punkt. Zuletzt hat Schalke daheim Bayern München 2:0 geschlagen, was den selbstbewussten Fuchs aber nicht beunruhigt. "Auch wir haben die Bayern besiegt (2:1) und das sogar auswärts."

Außerdem haben die Mainzer von zehn Heimspielen gegen S04 nur drei verloren. Fuchs wird diesmal besonders glänzen wollen, wird doch eine große Fan-Gruppe aus Österreich erwartet. "Mein ehemaliger Religionslehrer Günther Kroiss kommt mit 22 Schülern aus der Fußball-HAK Mattersburg, und auch von meinem ersten Verein aus Pitten bei Wr. Neustadt werden viele Bekannte auf der Tribüne sitzen", freut sich der 24-Jährige.

Die Dortmunder, die mit zehn Punkten Vorsprung längst als Herbstmeister feststehen, bekommen es zu Hause mit Werder Bremen und dem ÖFB-Duo Sebastian Prödl und Marko Arnautovic zu tun. Ob es den Hanseaten gelingt, die seit der ersten Runde ungeschlagenen Schwarz-Gelben zu biegen? Zuletzt holte man sich dank zweier Tore der "Ösis" in der Champions League gegen Titelverteidiger Inter Mailand (3:0) neues Selbstvertrauen.

Für Arnautovic steht in Zukunft nur das Sportliche im Mittelpunkt. "Ich denke, von mir wird man nicht mehr viel lesen. Ich bin ins Grübeln gekommen," gestand der Wiener auf negative Schlagzeilen in den Medien angesprochen. "Aus einigen Sachen wurde mehr gemacht. Das ist nicht normal," wurde der 21-jährige ÖFB-Teamstürmer im deutschen Fachmagazin "kicker" (Donnerstag-Ausgabe) zitiert.

Inzwischen hat Joachim Löw die Dortmunder Borussia zum Titelfavoriten erklärt. "Wenn ich mir die Tabelle anschaue, bin ich mir relativ sicher, dass sie in dieser Saison wieder einmal nach einigen Jahren die Meisterschaft erringt," sagte der deutsche Teamchef in einem ZDF-Interview. Für den früheren Innsbruck- und Austria-Trainer ist der BVB das Maß aller Dinge. "Die Dortmunder sind kaum zu schlagen, spielen einen unglaublich attraktiven Fußball und haben große Perspektiven."

An eine erfolgreiche Titelverteidigung der Bayern (David Alaba) glaubt Löw hingegen nicht mehr, an den Start einer neuen Serie aber schon. Der Rekordmeister hat den Titel trotz 17 Punkten Rücktands noch nicht abgeschrieben. "Ich glaube daran", sagte Kapitän Mark van Bommel, dessen Trainer und Landsmann Louis van Gaal am Samstag im Heimspiel gegen Aufsteiger FC St. Pauli zum 50. Mal bei einem Liga-Spiel auf der FCB-Bank sitzen wird.

Hannover 96 (Emanuel Pogatetz) und VfB Stuttgart (Martin Harnik) kreuzten schon am (heutigen) Freitagabend die Klingen. TSG 1899 Hoffenheim (Andreas Ibersberger) empfängt am Samstag den 1. FC Nürnberg (Rubin Okotie), Eintracht Frankfurt (Ümit Korkmaz) muss zum 1. FC Köln, der 1. FC Kaiserslautern (Erwin Hoffer/Clemens Walch) hat den VfL Wolfsburg zu Gast.

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