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Goalgetter Salihi wurde seinem Ruf gerecht © APA (Oczeret)

Österreichs Fußball-Rekordmeister Rapid Wien ist im letzten Bundesliga-Match vor der Winterpause im Heimspiel gegen Aufsteiger

Österreichs Fußball-Rekordmeister Rapid Wien ist im letzten Bundesliga-Match vor der Winterpause im Heimspiel gegen Aufsteiger Wacker Innsbruck nicht über ein 3:3 (1:1) hinausgekommen. Hamdi Salihi (17., 65.) und Rene Gartler (50.) erzielten die Treffer für die Hütteldorfer. Für die Gäste trafen die Slowenen Miran Burgic (27., 53.) sowie Goalgetter Marcel Schreter (58./Foulelfer).

Die Tiroler durften nach einer tollen sowie abwechslungsreichen Partie, in der sie mehr Chancen vorfanden, über einen Punktgewinn freuen.

Rapid-Coach Peter Pacult setzte auf dieselbe Startelf, die am Sonntag das Heimspiel gegen Herbstmeister Ried klar 3:0 gewonnen hatte. Beim Aufsteiger aus Tirol gab es dagegen Umstellungen, vor allem auf der rechten Seite, wo hinten Bundesliga-Debütant Marco Kofler anstelle des verletzten Harding und davor Löffler für den im Winter zur Austria wechselnden Koch aufgeboten wurden. Auf der linken Mittelfeldseite schenkte Coach Walter Kogler Bilgen sein Vertrauen, Öbster musste auf der Bank Platz nehmen.

Die Gäste begannen respektlos und verbuchten bereits in der vierten Minute einen Stangenschuss von Burgic, nachdem sich zuvor Löffler gegen Kayhan durchgesetzt hatte. Koflers erster Einsatz in der höchsten Spielklasse war bereits nach knapp 15 Minuten zu Ende, der Außenverteidiger verdrehte sich das linke Knie, musste mit Verdacht auf Meniskusverletzung vom Feld getragen und wenig später durch Koch ersetzt werden.

Die kurzzeitige numerische Überlegenheit nutzte Rapid zur Führung: Nach Vorarbeit von Gartler und Salihi flankte Kavlak ideal auf Salihi, der per Kopf aus kurzer Distanz nur noch einzunicken brauchte (17.). Die Führung der Grün-Weißen währte aber nur zehn Minuten: Nach einem perfekten Pass in die Tiefe von Abraham und einem unnötigen, weil halbherzigen Ausflug von Rapid-Goalie Hedl traf Burgic aus spitzem Winkel außerhalb des Strafraums via Innenstange glücklich zum verdienten Ausgleich.

Danach spielten die Innsbrucker munter weiter und hätten in der 30. Minute nach einem Rempler von Kayhan gegen Burgic im Strafraum durchaus einen Elfer zugesprochen bekommen können. Außerdem sorgten Schreter per Rückzieher (43./Hedl hält) und Hauser mit einem Gewaltschuss (45./knapp vorbei) für Gefahr.

Rapid verbuchte dagegen in Hälfte eins nur noch einen Schuss von Gartler an die Außenstange (37.), nützte jedoch auch nach der Pause gleich die erste Chance: Nach erneuter Idealflanke von Kavlak, der sich gegen Bilgen durchsetzte, war diesmal der aus abseitsverdächtiger Position gestartete Gartler per Kopf zur Stelle (50.). Diesmal dauerte es sogar nur drei Minuten, bis die Gäste den Rückstand egalisierten: Nach einem Lochpass von Schreter und einer Unaufmerksamkeit von Kayhan, der die Abseitsfalle aufhob, setzte sich Burgic im Duell mit dem erneut zögerlich herauslaufenden Hedl durch und traf wieder aus spitzem Winkel zum 2:2.

Unmittelbar nach der Innsbruck-Führung machten die Rapid-Fans ihrem Unmut über die Hedl-Fehler Luft und forderten mit Sprechchören den Einsatz von Tormann Helge Payer. Fünf Minuten später traf Hedl aber keine Schuld, denn Schreter, der zuvor von Soma im Strafraum mit dem Fuß unabsichtlich im Gesicht getroffen worden war, verwertete den fälligen Foulelfer sicher zum 3:2 für das Kogler-Team (58.). Auch diese Führung hielt nicht lange, nur sieben Minuten später erzielte Salihi volley nach mustergültiger Freistoßflanke von Kavlak mit seinem bereits zehnten Saisontor das 3:3 (65.).

In der Rapid-Viertelstunde hatte Salihi eine weitere Chance nach einer Kavlak-Freistoßflanke, diese jedoch mit seinem schwächeren linken Fuß weit übers Tor gejagt. Die Innsbrucker hatten sogar einen echten Matchball, als Rapid-Leihgabe Prokopic im Konter bedrängt von Heikkinen knapp am Tor vorbeischoss (89.). So blieb es beim gerechten 3:3, nach dem Rapid nun schon elf Spiele en suite (fünf Siege, sechs Remis) ungeschlagen ist. Gegen den Aufsteiger aus Innsbruck, der zuvor in elf Spielen nur vier Tore erzielt hatte, ist der Rekordchampion aber noch ohne Sieg in dieser Saison (zwei Remis, eine Niederlage).

Nach dem Schlusspfiff sorgten einige Rapid-Fans mit einem Sturm aufs Spielfeld noch für kurzzeitige Aufregung, die sich aber wieder schnell legte.

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