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Ried geht als Tabellenführer in die Winterpause © APA (rubra)

Bemerkenswertes und Interessantes zu den im Herbst gespielten 19 Runden der Fußball-Bundesliga-Saison

Bemerkenswertes und Interessantes zu den im Herbst gespielten 19 Runden der Fußball-Bundesliga-Saison 2010/11:

WINTERKÖNIG: Mit dem 1:0 am Samstag gegen Wr. Neustadt vollendete die SV Ried ihr sensationelles Abschneiden vor der Winterpause und sicherte sich nach dem inoffiziellen "Halbzeit-Meistertitel" auch zum ersten Mal die Krone eines Winterkönigs. 23 Mal triumphierten diese in bisher 36 kompletten Bundesliga-Saisonen auch am Ende, durften sich auch als Champions feiern lassen. Der Vorsprung der Gludovatz-Schützlinge auf die zweitplatzierte Sturm-Elf vor dem Wieneranpfiff am 12. Februar beträgt immerhin vier Punkte, Titelverteidiger Salzburg liegt als Dritter ebenfalls vier Zähler zurück, die weiteren potenziellen Titelanwärter Austria und Rapid folgen mit fünf bzw. sieben Punkten.

PUNKTE: Die 37 Zähler, die Ried für zwölf Siege und ein Remis erhielt, bedeuten natürlich Vereinsrekord nach 19 Runden (bisher 29). Im Vorjahr ging Rapid mit 41 Punkten für ebenfalls 19 Runden in die Pause, den Titel holten sich aber dann die Salzburger vor der Austria und den Hütteldorfern. Bei den erzielten Toren geizten die Innviertler etwas, sie scorten 30 Mal, die Hütteldorfer kamen vor einem Jahr auf 44 Treffer.

ABSTIEGSKANDIDATEN: Mit zehn Punkten hält der LASK die rote Laterne fest, der Rückstand der Linzer auf den SV Mattersburg beträgt aber nur zwei Punkte, während die Kapfenberger als Drittletzte schon 13 Zähler mehr auf dem Konto haben. Im Vorjahr lag Austria Kärnten mit nur sieben Punkten je elf hinter Kapfenberg und dem LASK und stieg schließlich auch weit abgeschlagen ab. Als die Linzer zuletzt ebenfalls auf dem letzten Platz überwinterten (2000/01), mussten sie sich schließlich aus dem Oberhaus verabschieden und benötigten sechs Jahre für den Wiederaufstieg. In den vergangenen zehn Jahren war der Letzte nach der Herbstmeisterschaft auch sechsmal der Absteiger, der siebente (Admira) wurde 2001/02 nur durch das finanzielle k.o. von Meister Tirol gerettet.

SERIEN: Rapid blieb gleich elf Runden in Folge (9.-19.) ungeschlagen, stellte damit das Vorjahresergebnis ein, schaffte aber statt der möglichen 33 nur 21 Zähler (fünf Siege, sechs Remis). Die meisten Siege in Folge gelangen der SV Ried von der 2. bis 6. Runde und Aufsteiger Innsbruck (4.-8.) mit je fünf. Den Innviertlern gelang mit dem 5:0 in Wr. Neustadt auch der höchste Auswärtssieg. Die Salzburger blieben im Herbstfinish sechs Spiele ungeschlagen (4-2-0), aber vorher zweimal drei Begegnungen sieglos.

Den negativen Rekord mit acht sieglosen Runden (zwei Punkte) hält der LASK, der von der ersten bis fünften Runde durchwegs Niederlagen kassierte. Die höchsten Schlappen der Athletiker waren drei 0:5-Auswärts-Niederlagen (Wr. Neustadt, Rapid, Sturm) und daheim ein 0:4 gegen Sturm. Auswärts sind die Linzer schon 12 Bundesliga-Spiele (0-3-9) ohne Sieg.

TORE: 255 Tore wurden in dieser Saison geschossen, was einen Schnitt von 2,68 ergibt. Am erfolgreichsten scorte der Grazer Roman Kienast, der mit 13 Treffern vor dem Kapfenberger Deni Alar und dem Rapidler Hamdi Salihi (je zehn) die Schützenliste anführt. Dem Albaner glückte als einzigem ein Viererpack (beim 5:0 gegen den LASK). Hingegen wurden 27 "Doppelpacks" von insgesamt 19 Spielern registriert. Kienast gelangen gleich fünf Stück (gegen Kapfenberg und den LASK je zweimal und gegen Wr. Neustadt).

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