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Salzburg gewann 14 Heimspiele in Folge © APA (Krugfoto)

Die Großen Vier in der Fußball-Bundesliga überwintern auf den Tabellenplätzen zwei bis fünf. Das Quartett ist nach dem

Die Großen Vier in der Fußball-Bundesliga überwintern auf den Tabellenplätzen zwei bis fünf. Das Quartett ist nach dem 2:1-Heimsieg von Titelverteidiger Red Bull Salzburg gegen Sturm Graz am Sonntag zum Jahreskehraus nur durch drei Punkte von einander getrennt. Vizemeister Austria Wien weist fünf, Rapid sieben Punkte Rückstand auf Überraschungs-Winterkönig Ried auf.

"Das war ein ganz wichtiger Abschluss in der Liga, es schaut in der Tabelle wirklich nicht so schlecht aus. Wir sind trotz einer durchwachsenen Saison vor wichtigen Konkurrenten. Und deswegen werden wir im Frühjahr richtig durchstarten und letztlich auch den Meisterteller holen", sagte "Bullen"-Verteidiger Franz Schiemer nach seinem 34. Saisonspiel zufrieden und optimistisch zugleich. Den Erfolg bezeichnete Schiemer als "hochverdient". Der Meister, der nun sechs Runden ungeschlagen ist, feierte gegen die "Blackies" den 14. Heimsieg in Serie.

Trainer Huub Stevens, dessen Elf vor dem Urlaub am Donnerstag noch in der Europa League gegen Lech Posen daheim ran muss, nahm den positiven Liga-Ausklang mit Wohlwollen zur Kenntnis. "Wir wollten den Abstand zur Spitze verkürzen, jetzt müssen wir nachlegen und uns auf die zweite Saisonhälfte vorbereiten", meinte der Niederländer, dessen Truppe in dieser Saison erstmals ein 0:1 noch in einen Sieg umgewandelt hatte.

Hinter den Kulissen wird aufgrund der langen Verletztenliste längst über die Verpflichtung neuer Spieler nachgedacht. "Ich gehe davon aus, dass wir im Winter Transfers tätigen", ließ Sportchef Dietmar Beiersdorfer wissen, hielt sich aber mit Namen bedeckt. Medial wurden der frühere ÖFB-Teamverteidiger Martin Stranzl (Spartak Moskau), der am Sonntag auf der Bullen-Tribüne als Zuschauer saß, und der Teamstürmer Stefan Maierhofer (MSV Duisburg) kolportiert. Fix ist nur, dass Thierry Henry nicht für Salzburg spielen wird, auch wenn der Star-Kicker der New York Red Bulls am Dienstag in Taxham eine Pressekonferenz gibt.

Die Grazer, die von ihren sieben jüngsten Partien nur zwei (2-2-3) gewonnen haben, waren diesmal knapp daran, ihre schwarze Serie in Salzburg zu beenden. "Wir hätten nicht verlieren dürfen. Leider haben wir die dicke Chance auf das 2:0 nicht genützt", resümierte Trainer Franco Foda das letzte Match. Der Deutsche sprach in seiner Zwischenbilanz von einer "sehr guten Herbstsaison" seiner Mannschaft, die zum Wiederbeginn auf der Hut sein müsse, weil die Meisterschaft bis zum Ende eng und spannend bleiben werde. "Wenn wir Zweiter werden, dann bin ich nicht unzufrieden."

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