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Vertrauen des "Kaisers" in FIFA eingeschränkt © APA (epa/Archiv)

Nach der umstrittenen Doppelvergabe der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 hat Franz Beckenbauer den Weltverband (FIFA)

Nach der umstrittenen Doppelvergabe der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 hat Franz Beckenbauer den Weltverband (FIFA) heftig kritisiert. "Mein Vertrauen zur FIFA ist eingeschränkt", sagte er der "Bild"-Zeitung. Beckenbauer, der als Mitglied der FIFA-Exekutive mitabstimmen durfte, stört sich vor allem am Umgang mit den Ländern, die beim Votum am 2. Dezember in Zürich durchgefallen sind.

"Ich bin enttäuscht, wie die FIFA nach der Wahl mit dem Ergebnis umgegangen ist. Man hat sieben unterlegene Länder der Blamage preisgegeben. Besonders England und Australien", wetterte der "Kaiser". Seine Amtszeit in der FIFA-Exekutive läuft im März 2011 ab.

Die ambitionierten Engländer waren bereits im ersten Wahlgang mit nur zwei Stimmen ausgeschieden. Russland wurde zum Gastgeber der WM 2018 gewählt. Australien war sogar mit nur einer Stimme gescheitert. Ausrichter der Endrunde 2022 ist Katar.

"Uns Exekutivmitgliedern wurde erklärt, dass weder wir selbst noch die Öffentlichkeit die genauen Stimmenzahlen erfahren. Uns wurde nach jedem Wahlgang nur verkündet, welches Land ausgeschieden ist", erzählte Beckenbauer, "und dann höre ich ein paar Stunden später aus dem Radio, wer wie viele Stimmen erhalten hat."

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