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Pacult will Punkte für UEFA-Wertung © APA (Fohringer/Archiv)

Der SK Rapid kämpft am Mittwoch (21.05 Uhr) im Inönü-Stadion von Istanbul um einen versöhnlichen Abschied aus der

Der SK Rapid kämpft am Mittwoch (21.05 Uhr) im Inönü-Stadion von Istanbul um einen versöhnlichen Abschied aus der Fußball-Europa-League. Die Hütteldorfer haben zwar schon vor der letzten Partie in Gruppe L ihre Aufstiegschance verspielt, gegen die bereits fix weitergekommenen Türken soll aber im letzten Pflichtspiel des Jahres zumindest ein Prestigeerfolg herausschauen.

Das würde Rang drei im Fernduell mit ZSKA Sofia (auswärts gegen Pool-Sieger FC Porto) bedeuten - und schließlich geht es auch um Prämien von 140.000 Euro für einen Sieg und 70.000 für ein Remis. "Unser Ziel ist es, dass wir punkten. Und wir kämpfen für den Verein und für Österreich um wichtige Punkte in der UEFA-Wertung", betonte Trainer Peter Pacult. Als "Frage der Ehre" will der Wiener die Partie nicht verstanden wissen. "Um die Ehre geht es in jedem Spiel. Jeder will immer gewinnen und sich sportlich gut präsentieren."

Damit dies am Mittwoch gelingt, ist laut Pacult eine hochkonzentrierte Leistung erforderlich. "Wir müssen diszipliniert stehen und dürfen Besiktas keine Räume lassen, dabei aber auch auf unser Spiel nicht vergessen. Nur mit Zerstören allein erreicht man nichts."

Der Coach kündigte im Vergleich zum 3:3 gegen Wacker Innsbruck am vergangenen Samstag die eine oder andere Veränderung an. "Das heißt nicht, dass eine Mannschaft auf dem Platz stehen wird, die nicht erfolgreich sein will. Aber einige, die zuletzt weniger gespielt haben, werden noch einmal die Chance bekommen, sich zu beweisen."

Pacult muss neben den Langzeitverletzten Steffen Hofmann, Jan Vennegoor of Hesselink, Thomas Hinum und Hannes Eder auch auf Markus Heikkinen verzichten, der wegen einer gegen Wacker erlittenen Wadenverletzung ebenfalls vorzeitig den Urlaub antrat. Durch den Ausfall von Hofmann und Heikkinen führt Stefan Kulovits erstmals im Europacup die Mannschaft als Kapitän aufs Feld. Hamdi Salihi ist wegen muskulärer Probleme fraglich. Noch größer sind die Personalsorgen bei Besiktas - Trainer Bernd Schuster stehen rund zehn Spieler nicht zur Verfügung, darunter Ricardo Quaresma, Bobo und auch ÖFB-Teamspieler Ekrem Dag.

Dennoch dürfte Schuster den einen oder anderen Stammspieler im Hinblick auf die Meisterschaft zunächst auf die Bank setzen, immerhin gilt es für den aktuellen Tabellenfünften in der Liga einen Rückstand von zwölf Punkten auf Spitzenreiter Trabzonspor wettzumachen. "Aber auch wir haben viele Ausfälle, das hält sich die Waage. Besiktas hat trotzdem noch immer eine sehr gute Mannschaft", warnte Pacult.

Die Qualität der Türken könnte schon demnächst weiter steigen, schließlich wird über eine Verpflichtung der Offensivspieler Hugo Almeida (Werder Bremen) und Simao Sabrosa (Atletico Madrid) verhandelt. Damit sollen die Fans besänftigt werden, deren Unzufriedenheit über die jüngsten Leistungen sich wohl in der Zuschauerzahl am Mittwoch äußern wird. Nur rund 20.000 Zuschauer werden bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt erwartet, 700 davon stehen im Lager von Rapid.

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