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TURKEY SOCCER UEFA EUROPA LEAGUE © APA (epa)

Die Fußball-Europa-League ist für Rapid Wien am Mittwoch mit einer 0:2-(0:2)-Niederlage bei Besiktas Istanbul zu Ende gegangen.

Die Fußball-Europa-League ist für Rapid Wien am Mittwoch mit einer 0:2-(0:2)-Niederlage bei Besiktas Istanbul zu Ende gegangen. Österreichs engagiert auftretender Rekordmeister erarbeitete sich gegen die überlegenen Türken zwar einige gute Chancen, brachte sich aber mit Fehlern nach Standards um die Früchte seiner Arbeit

Quaresma (32.) und Fabian Ernst (45.) erzielten jeweils nach Eckbällen die entscheidenden Treffer. Rapid, dessen Aus bereits vor dem Spiel festgestanden war, belegte in Gruppe L Platz 3 noch vor ZSKA Sofia.

Die Elf von Peter Pacult, der zum Abschluss zumindest auf eine finanzielle Prämie und Punkte für die UEFA-Wertung gehofft hatte, konnte die Bilanz nach sechs Gruppenspielen damit nicht aufbessern. Einem Sieg (2:0 bei ZSKA Sofia) stehen fünf Niederlagen gegenüber. Die Gegentore in Istanbul dürfen als durchaus symptomatisch gesehen werden: Schon in den bisherigen Spielen hatte sich Grün-Weiß mehrere Male mit Unachtsamkeiten und individuellen Fehlern selbst geschadet.

Bei Rapid entsprach zwar die taktische Formation mit Solospitze Rene Gartler den Erwartungen, Trainer Peter Pacult wusste aber dennoch zu überraschen: Veli Kavlak durfte just im Land seiner Wurzeln Rapid erstmals als Kapitän aufs Feld führen. Und der zuletzt in die Kritik geratene Goalie Raimund Hedl wurde von Helge Payer vertreten, der somit zu seinem ersten Pflichtspiel seit dem Cup-Sieg gegen Austrias Amateure am 19. September kam.

Die Hütteldorfer präsentierten sich vor rund 20.000 Zuschauern, darunter 700 Grün-Weiß-Fans, und winterlichen Temperaturen im Inönü-Stadion gegen die überraschend in Bestbesetzung angetretenen Hausherren ambitioniert und lancierten trotz der sichtlichen Überlegenheit von Besiktas (ohne den verletzten ÖFB-Teamspieler Ekrem Dag) im Konter doch mehrere gefährliche Angriffe. In der 7. Minute löste Christopher Drazan nach einem schönen Flankenlauf von Clemens Trimmel eine 3:1-Überzahl-Situation im Strafraum aber denkbar schlecht, Markus Katzer köpfelte eine Pehlivan-Flanke aus wenigen Metern nur in die Arme von Goalie Cenk (26.).

Bei den beiden Gegentoren aus Standardsituationen vor der Pause zeigten die Türken dann aber Rapid die Schwachstellen auf. Nach einem Eckball und missglücktem Befreiungsschlag von Stefan Kulovits schoss Quaresma aus 18 Metern trocken und unhaltbar ins linke, obere Eck ein (32.), kurz vor der Pause legte Fabian Ernst wieder nach einem Eckball nach. Pehlivan verlor das Kopfballduell gegen den Deutschen, die Vorentscheidung war gefallen. Doppelt bitter, dass kurz zuvor Drazan (41.) und Trimmel (44.) mit einem schönen Volley an Cenk gescheitert waren.

Rapid blieb zwar auch nach dem Seitenwechsel - Saurer und Dober waren für Kulovits bzw. Trimmel gekommen - seiner einsatzfreudigen Linie treu, konnte aber auch aufgrund der defensiveren Spielausrichtung nur eine echte Chance herausspielen - die allerdings brandgefährlich war: Nach Katzers Stanglpass scheiterte Saurer im Fünfer an Cenk (76.). Auf der anderen Seite beschränkten sich die Gastgeber auf das Notwendigste: Einmal musste Payer gegen Ernst parieren, dann traf Tabata die Stange (78.).

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