vergrößernverkleinern
Der Steirer ist Fünfter im Weltcup © APA (Archiv/epa)

Mario Stecher absolviert seine 18. Saison im Weltcup der Nordischen Kombination, hat 10 Siege gefeiert, doch ein Podestplatz des

Mario Stecher absolviert seine 18. Saison im Weltcup der Nordischen Kombination, hat 10 Siege gefeiert, doch ein Podestplatz des Steirers in Ramsau hat Seltenheitswert. Doch vor den zwei Weltcup-Konkurrenzen am Wochenende (jeweils 12.45/15.45) stehen die Chancen gut, dass diese lange Durststrecke zu Ende geht. Er führt das ÖSV-Team aufgrund des verletzungsbedingten Ausfalls von Felix Gottwald an.

In der Erfolgsliste des Eisenerzers scheinen nur zwei zweite Plätze am Fuße des Dachsteins auf, im Jänner 1998 im Weltcup und ein Jahr später im WM-Sprintbewerb. Der zweifache Team-Olympiasieger ist der "Leithammel" des elfköpfigen ÖSV-Aufgebots. Nach zwei dritten Plätzen in den bisherigen vier Saisonbewerben fühlt sich Stecher stark, auch wenn die jüngsten Trainingseinheiten in Ramsau bei sehr schwierigen Bedingungen nicht zur Zufriedenheit verlaufen sind. "Ich gehe mit dem nötigen Selbstvertrauen in die Bewerbe, ich glaube, dass mir das am Wochenende hilft", erklärte der 33-Jährige.

In früheren Jahren sei er im Dezember meist nicht in Topform gewesen, meinte der im Pitztal lebende Familienvater. "Aber heuer schaut es besser aus, ich denke, dass ich vorne mithalten kann." Stecher war in der Saisonvorbereitung erstmals seit längerer Zeit schmerzfrei, hat die Knieprobleme überwunden und im Springen zu früherer Stärke zurückgefunden.

Deshalb denkt der jüngste Sieger im Weltcup (1994 mit 16 Jahren am Holmenkollen) derzeit auch nicht ans Aufhören. Er will nach der Saison entscheiden. "Wenn's noch Spaß macht, mache ich weiter und derzeit macht's viel Spaß", erklärte Stecher. Positiv stimmen ihn auch Gespräche über die Zukunft seiner Sportart. Der diesmal auf sieben Stationen reduzierte Kombinierer-Weltcup soll wieder Aufwind bekommen.

Auf der Normalschanze in Ramsau, der nach dem Umbau in Seefeld und Chaux-Neuve (FRA) mittlerweile kleinsten im Weltcup, ist es schwierig, sich von der Konkurrenz abzusetzen. Daher wird sich das Feld im 10-km-Langlauf auf einer der schwierigsten Strecken zusammenschieben, gute Läufer wie Stecher können bei guter Ausgangsposition in den Steigungen punkten.

In der Gesamtwertung ist Stecher nach 4 von 13 Bewerben Fünfter (186 Punkte), der Rückstand auf den zweifachen Saisonsieger und Pokalverteidiger Jason Lamy Chappuis (FRA/340) und dessen Verfolger Mikko Kokslien (NOR/289) ist beträchtlich. Olympiasieger Chappuis gilt als Doppelsieger des Vorjahres als Topfavorit, Kokslien hat heuer mit einem Sieg und zwei zweiten Plätzen erstmals aufgezeigt. Die Steigerung gelang dem starken Läufer nicht zuletzt dank der Zusammenarbeit mit dem Steirer Klaus Huber, der seit dem Sommer als Sprungtrainer der norwegischen Kombinierer tätig ist.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel