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Thoams Morgenstern ist Topfavorit © APA (Archiv/epa)

Das ÖSV-Skispringerteam hat durch die Verletzungen der Topathleten Gregor Schlierenzauer (Seitenbandeinriss im Knie) und David

Das ÖSV-Skispringerteam hat durch die Verletzungen der Topathleten Gregor Schlierenzauer (Seitenbandeinriss im Knie) und David Zauner (Kreuzbandriss) die Schattenseiten kennengelernt, zählt aber in den drei Weltcupbewerben von Freitag bis Sonntag in Engelberg dennoch zu den Sieganwärtern. Cheftrainer Alexander Pointner ist vor der Tournee-Generalprobe trotz der Ausfälle optimistisch.

"Wir haben ein breites Fundament und sind in der glücklichen Lage, noch drei Siegspringer im Team zu haben." Thomas Morgenstern reiste nach dem Doppelsieg von Lillehammer mit dem Gelben Trikot in die Schweiz, wo am Donnerstag ein Trainingstag eingeschoben wurde. Nach der wetterbedingten Absage der Bewerbe in Harrachov ist der 24-Jährige, der bei 16 Erfolgen hält, tatendurstig. "Mein Weg stimmt und den werde ich jetzt selbstbewusst weitergehen und einfach mit Leidenschaft und Spaß meinen Sport ausüben", schrieb der Kärntner auf seiner Homepage.

In Kuusamo-Sieger Andreas Kofler und Normalschanzen-Weltmeister Wolfgang Loitzl stehen zwei weitere "Adler" mit großen Erfolgen im Team, andere wie Martin Koch, Manuel Fettner und Michael Hayböck warten noch auf den ersten Sieg. Pointner ist daher trotz der Ausfälle vor den Heimbewerben des Weltcupsiegers Simon Ammann nicht bang, die längere Wettkampfpause sollte sich nicht negativ ausgewirkt haben. "Wir sind die Besten", meinte der Coach selbstsicher.

Dass Engelberg einen zusätzlichen Bewerb übernommen hat, freut auch Pointner. Dadurch könnten sich die Athleten vor der Tournee noch weiterentwickeln, gewisse Dinge ausprobieren. "Jeder weiß um seine Leistungsfähigkeit, es geht darum, das Potenzial im Wettkampf abzurufen", betonte Pointner. Um dies zu erleichtern, beschäftigt er sich mit seinen Schützlingen seit mehreren Jahren mit Neurocoaching, einer Methode zu persönlichen Leistungsoptimierung.

Ammann ist am Sonntag in seiner Heimat zum Sportler des Jahres gekürt worden, er will nach den jüngsten Podestplätzen einen weiteren Schritt zur Topform machen. Dass ihm Engelberg liegt, hat der vierfache Einzel-Olympiasieger im Vorjahr mit zwei Siegen und einem zweiten Platz (hinter Schlierenzauer) bewiesen. Dabei hat Ammann im Hinblick auf die Tournee, sein erstes großes Saisonziel, noch Pfeile im Köcher. "Ich habe materialmäßig noch nicht so Gas gegeben wie viele andere, aber irgendwann machen wir dann den Schritt nach vorne", meinte der 29-Jährige.

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