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Der Salzburger will die Führung verteidigen © APA (Archiv/epa)

Mit dem Super-G in Gröden werden am Freitag (12.15 Uhr) die vorweihnachtlichen Südtirol-Rennen des Herren-Alpin-Weltcups

Mit dem Super-G in Gröden werden am Freitag (12.15 Uhr) die vorweihnachtlichen Südtirol-Rennen des Herren-Alpin-Weltcups eröffnet. Georg Streitberger geht erstmals in seiner Karriere mit dem Roten Trikot des Leaders der Disziplinen-Wertung auf die Strecke. "Eigentlich ist es ja auch nur eine normale Startnummer. Aber es wäre schön, wenn ich die Führung verteidigen könnte", erklärte der Salzburger.

Er liegt nach zwei Bewerben mit 118 Punkten vor Tobias Grünenfelder (SUI/110), Didier Cuche (SUI/105) und Mario Scheiber (AUT/95) auf Platz eins. Der Sieg am 4.12. in Beaver Creek war Streitbergers zweiter Weltcup-Erfolg. Den ersten hatte er 2008 bei jenem Super-G in Kvitfjell eingefahren, nach dem seinem Freund Matthias Lanzinger das linke Bein amputiert werden musste.

Wirklich überrascht hat Streitberger der Triumph in den USA nicht. "Denn ich bringe im Training heuer konstant gute Leistungen. Nur gibt es im Training leider keine Siegerehrung. Daher geht es darum, diese Leistungen im Rennen umzusetzen", meinte der 29-Jährige. Dies gelingt ihm nicht zuletzt deshalb, weil er in der Vorbereitung sehr viel Zeit in die Abstimmung Ski/Schuh investiert hat. "Das passt sehr gut zusammen bei mir, und das ist extrem wichtig."

Mit Konstanz könnte für Streitberger, der seit Sommer begeisterter Kitesurfer ist, sogar der Super-G-Weltcup ein Thema sein. Doch die Konkurrenz ist groß. Ganz oben auf der Liste der Favoriten für Freitag steht Aksel Lund Svindal. Der Norweger hat vor einem Jahr den Super-G in Gröden gewonnen und führt zudem aktuell im Gesamt-Weltcup.

"Ich bin gut in Form, aber die Österreicher und Schweizer sind auch sehr stark", meinte der 27-jährige "Elch", der sich für alle drei Rennen in Südtirol (Samstag Gröden-Abfahrt, Sonntag Riesentorlauf in Alta Badia) gute Chancen ausrechnet. Svindal hat die besten Karten, als Führender des Gesamt-Weltcups in die kurze Weihnachtspause zu gehen.

Benjamin Raich, derzeit mit 48 Zählern Rückstand Gesamt-Vierter, will Svindal nicht aus den Augen verlieren. Der Tiroler, der vergangenes Wochenende in Val d'Isere trotz Rückenschmerzen stark aufgezeigt hatte, ist am Mittwochabend im "Eiskasten" Grödnertal angekommen und nimmt Super-G und Riesentorlauf in Angriff. "Ich habe die Schmerzen unter Kontrolle", versicherte Raich.

Die letzten Österreicher, die in Gröden den Super-G gewonnen haben, waren Michael Walchhofer (2004) und Hans Grugger (2005). Beide zählen sich diesmal lediglich zum Kreis der Außenseiter.

"Meine Chancen sind in der Abfahrt deutlich größer als im Super-G. Mit Ausnahme meines Sieges bin ich hier meistens schwer untergegangen. Dabei müsste mir dieser Super-G entgegenkommen, weil man genau die Fähigkeiten braucht, die ich habe", berichtete Walchhofer über seine etwas eigenartige Beziehung zum Super-G auf der Saslong.

Gruggers Erwartungen sind eher gedämpft, der Salzburger kämpft derzeit mit Abstimmungsproblemen. "Im Super-G fehlt mir noch einiges. In Gröden ist es sehr schwierig, schnell zu sein", weiß der Salzburger.

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