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"Wir haben uns selbst um den Erfolg gebracht" © APA (Krugfoto)

Ein Jahr nach dem Höhenflug mit sechs Siegen in sechs Gruppen-Spielen zur Europa League hat Fußball-Meister Red Bull Salzburg

Ein Jahr nach dem Höhenflug mit sechs Siegen in sechs Gruppen-Spielen zur Europa League hat Fußball-Meister Red Bull Salzburg die Europacup-Saison mit nur zwei Punkten und einem erzielten Tor (1:1 daheim gegen Juventus Turin) abgeschlossen. Zum Pool-A-Ausklang gab es am Donnerstag daheim gegen Lech Posen ein 0:1. "Wir haben uns selbst um den Erfolg gebracht", resümierte Trainer Stevens nüchtern.

"In der Defensive haben wir nicht viel zugelassen und vorne unsere Chancen vergeben." Und dass seiner Elf dann auch noch ein reguläres Tor aberkannt worden wäre, passe ganz genau zur aktuellen Situation, meinte der Niederländer. "Zwei Punkte sprechen eine deutliche Sprache. Ich weiß aber, dass mehr möglich gewesen wäre." Er nahm nach dem letzten Spiel dennoch positive Erkenntnisse mit in die Winterpause. Er spielte damit auf den jungen Daniel Offenbacher an, der im Mittelfeld eine knappe Stunde im Einsatz gewesen war. "Er hat für mich sehr couragiert gespielt", lobte Stevens seinen 18-jährigen Youngster.

Franz Schiemer sah die letzte Partie des Jahres als Spiegelbild der Herbstsaison. "Wir haben gut gespielt, hatten Chancen, aber unterm Strich haben wir Null. Ich sehe eigentlich keinen großen Unterschied zum Vorjahr in der Europa League, nur das Glück hat uns gefehlt. Und diese Gruppe mit ManCity und Juventus war sicher stärker als die 2009 mit Villarreal und Lazio Rom. Lech hat heuer diese Rolle gespielt, die wir vor einem Jahr innehatten", sagte der ÖFB-Verteidiger.

Nach 33 Pflichtspielen (ohne Länderspiele) seit Saisonbeginn haben sich die "Bullen" die rund dreiwöchige Winterpause redlich verdient. Aber sie sind auf das Frühjahr schon jetzt heiß. "Jetzt werden wir alles dafür tun, um wieder die Meisterschaft zu holen", posaunte Schiemer, dem der junge Martin Hinteregger zustimmte: "Wir werden im Frühjahr zulegen und Meister werden, weil wir können auf jeden Fall viel mehr!"

Roman Wallner, für den der Schiedsrichter die letzte Partie beeinflusst hat und für den in der ganzen Europa League in gewissen Situationen das Glück gefehlt hat, sehnt die Pause ebenfalls schon herbei und forderte: "In der Vorbereitung muss einiges ausgebessert werden, um im Frühjahr durchzustarten." Das Ziel der Salzburger sei ganz klar die erfolgreiche Titelverteidigung.

Mit einem Training am Freitag entließ Stevens seine Schützlinge, die schon vor der Partie gegen die Polen als Gruppenletzter festgestanden waren, in den Weihnachtsurlaub. Wenn er seine Spieler ab 8. Jänner wieder um sich schart, dann sollten auch wieder die langzeitverletzten Gustafsson, Ulmer und Nelisse im Kader zurück sein.

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