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Erster Super-G-Podestplatz seit 1991 © APA (epa)

Gröden ist bekannt für Überraschungen. Und auch im Weltcup-Super-G der Herren gab es eine - der Deutsche Stephan Keppler

Gröden ist bekannt für Überraschungen. Und auch im Weltcup-Super-G der Herren gab es eine - der Deutsche Stephan Keppler eroberte hinter dem Salzburger Michael Walchhofer Rang zwei. Für die deutschen Herren war es das erste Podest-Ergebnis im Super-G seit fast zwei Jahrzehnten, für das bis Freitag letzte hatte Markus Wasmeier am 17. März 1991 mit einem Sieg in Lake Louise gesorgt.

"Das war der Wahnsinn. Das ist schon ein bisschen unheimlich, wenn man unten steht und wartet und wartet. Ich bin einfach nur gefahren wie immer, und auf einmal ging es mir auf. Die Überraschung ist riesig. Damit hätte ich nie gerechnet", berichtete der 27-Jährige, nachdem er mehr als eine halbe Stunde in Führung gelegen war. Am Donnerstag hatte Teamkollege Andreas Sander mit Rang drei im Abfahrtstraining für Aufsehen gesorgt.

Keppler, der bei Olympia lediglich durch abfällige Bemerkungen über die Abfahrtsstrecke ("Frauenstrecke") auf sich aufmerksam gemacht hat, profitierte von der frühen Startnummer sieben. Denn die Piloten nach ihm hatten mit Schneefall und schlechter Sicht zu kämpfen.

Und die Startnummer hatte er dem US-Amerikaner Ted Ligety zu verdanken. Nur durch dessen Rennabsage kam Keppler zu einer vorderen Nummer. "Ich glaube, da muss ich ihm ein Tragerl Bier ausgeben", sagte Keppler, dessen bestes Weltcup-Ergebnis bis Freitag Platz acht gewesen war.

Diesen hatte er 2006 ebenfalls in Gröden eingefahren. Gröden scheint für die Deutschen überhaupt ein guter Boden zu sein, denn 2004 hat auf der Saslong Max Rauffer für den weiterhin letzten deutschen Abfahrtssieg gesorgt.

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