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Derzeit Dritter im Gesamt-Weltcup © APA (epa)

Romed Baumann wird seit Jahren als der kommende Parade-Allrounder im Team der österreichischen Alpin-Skifahrer gehandelt. In

Romed Baumann wird seit Jahren als der kommende Parade-Allrounder im Team der österreichischen Alpin-Skifahrer gehandelt. In dieser Saison scheint der 24-Jährige aus Hochfilzen den Vorschusslorbeeren gerecht zu werden. Mit seinem überraschenden zweiten Abfahrtsplatz am Samstag in Gröden kletterte Baumann bis auf Rang drei des Gesamt-Weltcups.

"Also zum Punktezählen fang ich jetzt sicher nicht an. Mein Ziel ist es, die Konstanz ins neue Jahr mitzunehmen und weiter locker skizufahren. Wenn ich Anfang März noch vorne dabei sein sollte, dann können wir weiterreden", meinte der Tiroler zum Thema Gesamt-Weltcup.

Baumann ist seit seiner Kindheit Belastungsasthmatiker. Eine Krankheit, die ihm bei extrem tiefen Temperaturen zu schaffen machen kann. Aktuell nimmt Baumann aber noch keinen Asthmaspray, da Krankheit und Medikament noch nicht gemäß den Dopingrichtlinien ausgetestet worden sind.

In Gröden war es zwar klirrend kalt (am Samstag -15 Grad Celsius), Probleme hatte Baumann aber nicht. "Gröden ist eher eine gemütliche Abfahrt. Und anscheinend geht es ja ohne Mittel auch ganz gut. Aber bei einer Abfahrt wie Bormio schaut die Sache wieder anders aus", meinte Baumann.

In der Abfahrt hatte Baumann 2004 in Marburg seine erste Junioren-WM-Goldene geholt. Im Weltcup dauerte es jedoch bis Samstag, um erstmals in den Top-Ten zu landen. Bis dahin war ein elfter Rang 2007 in Lake Louise Baumanns bestes Abfahrtsergebnis gewesen.

"Ich habe gewusst, dass ich auch in der Abfahrt schnell sein kann. Dass es fürs Podest gereicht hat, hat aber auch mich ein wenig überrascht", sagte der Tiroler, der in dieser Saison bereits in drei Disziplinen (Abfahrt, RTL, Super-G) in den Top-Vier gelandet ist.

Dabei hat es in der Super-Kombination, in der er 2009 in Sestriere seinen bisher einzigen Weltcup-Sieg feierte, noch gar keinen Bewerb gegeben. Nur im Slalom ist er weit von der Spitze entfernt. "Der Slalom entwickelt sich immer mehr zu einer eigenen Sportart." In der Super-Kombi profitieren Läufer wie Baumann davon, dass die Torabstände weiter sind.

Dass es im ÖSV-Team in dieser Saison wieder deutlich besser zu laufen scheint, hat für Baumann mehrere Gründe: "Unsere Rennanzüge sind besser, und auch die Hundertstel sind heuer wieder auf unserer Seite. Es macht riesigen Spaß, Teil dieses Teams zu sein."

Bereits am Sonntag wartet auf Baumann die nächste Prüfung, der Riesentorlauf in Alta Badia. "Ein super Riesentorlauf-Hang, steil von oben bis unten. Normal sollte mir dieses Gelände liegen."

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