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Das letzte Spiel ging knapp verloren © APA (dpa)

Die Krönung einer fulminanten Hinrunde blieb Borussia Dortmund zwar verwehrt, der ausgelassenen Stimmung auf der Weihnachtsfeier

Die Krönung einer fulminanten Hinrunde blieb Borussia Dortmund zwar verwehrt, der ausgelassenen Stimmung auf der Weihnachtsfeier tat dies aber keinen Abbruch. Frohnatur Jürgen Klopp höchstpersönlich befahl seiner jungen Rasselbande trotz des verpassten Hinrunden-Rekordes gute Laune. "Wir haben trotzdem eine hervorragende Hinrunde gespielt", sagte der BVB-Trainer nach der 0:1-Schlappe in Frankfurt.

Ein Punkt fehlte der Borussia, um die Hinserien-Bestmarke des FC Bayern München aus der Saison 2005/2006 zu knacken, weil Frankfurts Top-Torjäger Theofanis Gekas drei Minuten vor dem Ende sein 14. Saisontor erzielte. Der Grieche geht damit als treffsicherster Stürmer der Liga in die Winterpause - dass er nicht in Dortmund spielt, ist da schon verwunderlich.

Schließlich hat der BVB ansonsten alle Höchstwerte auf sich vereint. Bester Angriff (39 Treffer), sicherste Abwehr (10), die meisten Siege (14), die wenigsten Niederlagen (2) - die Dortmunder Bilanz liest sich trotz des Rückschlages in Frankfurt meisterlich. Mit formidablen 43 Zählern thronen die Schwarz-Gelben über der Liga. "Natürlich sind wir heute enttäuscht, insgesamt haben wir aber eine sehr erfolgreiche und lehrreiche Hinrunde gespielt, in der es sehr viele Highlights gab", fasste Mittelfeldstratege Nuri Sahin die ersten 17 Bundesliga-Auftritte der Saison zusammen.

Grund zum Jubeln gab es auch für den FSV Mainz 05, der dank eines 4:2-Auswärtssieges über St. Pauli auf Rang zwei vorrückte und den Rückstand auf Dortmund auf zehn Zähler reduzierte. "Ein verrücktes Spiel, für die Zuschauer muss es fantastisch gewesen sein. Wir haben klug gespielt und unsere Chancen genützt", resümiert Christian Fuchs, der ein Tor vorbereitete und auch an der Entstehung eines weiteren Mainz-Treffers beteiligt war.

Weit gedämpfter war die Stimmung bei Werder Bremen nach der 1:2-Heimniederlage gegen Kaiserslautern. In der Krise beim Tabellen-14. muss sogar der sonst unantastbare Bremer Kapitän Torsten Frings harsche Kritik vom Clubchef einstecken. "Die einen reden über die Fortsetzung ihrer Karriere, andere über dies und das. Das hilft der Mannschaft nicht", sagte Klaus Allofs.

Der Boss kritisiert aber auch die gesamte Mannschaft, zu der gegen Kaiserslautern Sebastian Prödl und Marko Arnautovic gehörten. "Wir haben viele Spieler, die ihren Beruf noch nicht zu Ende gelernt haben." Erhöhte Aktivität in der Winter-Transferzeit ist von Werder trotz der aktuellen Misere nicht zu erwarten. "Ich weiß, was möglich ist und was Aktionismus ist. Drei, vier Leute holen bringt nichts. Das ist nicht meine Vorstellung. Wir versuchen, klaren Kopf zu behalten und das zu machen, was möglich ist. Soviel wird nicht passieren, zumindest nichts Spektakuläres", betonte Allofs.

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