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Chelsea-Coach Ancelotti ist konsterniert © APA (epa)

Chelseas Hoffnungen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung in der englischen Fußball-Premier-League haben am Mittwoch den

Chelseas Hoffnungen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung in der englischen Fußball-Premier-League haben am Mittwoch den nächsten schweren Dämpfer erlitten. Die Londoner bleiben nach einer 0:1-Blamage bei den Wolverhampton Wanderers weiter auf dem fünften Tabellenplatz. Bei einem Spiel mehr fehlen dem Meister bereits neun Punkte auf Tabellenführer Manchester United.

Der Leader war am Mittwoch der große Sieger, trennten sich die beiden ersten Verfolger Arsenal und Manchester City doch torlos. Arsenal hatte den Schlager dominiert, war aber vergeblich gegen den Abwehrwall der Citizens angelaufen. "Wir haben die Leistung gebracht, aber nicht das Ergebnis", erklärte Gunners-Trainer Arsene Wenger. "Es ist frustrierend, trotzdem gibt uns das Spiel Auftrieb."

Vier Punkte fehlen Arsenal auf United, lediglich deren zwei sind es bei City. Die Blues haben allerdings sogar bereits zwei Spiele mehr ausgetragen als der Stadtrivale. City-Trainer Roberto Mancini suchte gar nicht nach Ausreden für seine unansehnliche Catenaccio-Taktik. "Wenn man gegen Arsenal spielt, ist das, wie wenn man gegen Barcelona spielt", begründete der Italiener. "Man muss sehr, sehr gut spielen und vor allem verteidigen."

Chelsea vermochte einen Patzer von Tottenham (1:2 bei Everton) nicht zu nützen, ist weiterhin nur Fünfter. Die Luft für Trainer Carlo Ancelotti scheint immer dünner zu werden. "Ich bin immer noch zuversichtlich. Trotzdem muss ich mich steigern, denn es ist nicht genug, was wir im Moment leisten", gestand der Italiener. Von den vergangenen neun Ligaspielen hat der Meister nur eines gewonnen.

Ganz andere Probleme hat Liverpool. Der Rekordmeister war in Blackburn chancenlos, kassierte eine 1:3-Pleite und findet sich nach 20 Spielen im Niemandsland der Tabelle, auf Platz zwölf, wieder. Nach der Trennung von Rafael Benitez im Sommer steht auch dessen Nachfolger Roy Hodgson vor dem Rauswurf.

"Wir haben uns ins eigene Bein geschossen", gestand Hodgson nach der Blamage in Blackburn. "Wir sind genauso niedergeschlagen wie unsere Fans." Am Sonntag bietet sich im FA-Cup gegen Manchester United die Chance auf einen Befreiungsschlag.

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