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Hirscher gesundheitlich angeschlagen © APA (epa)

Den Flutlicht-Slalom in Zagreb wollen Österreichs Skiherren so schnell wie möglich vergessen. Mit Ausnahme bei Reinfried

Den Flutlicht-Slalom in Zagreb wollen Österreichs Skiherren so schnell wie möglich vergessen. Mit Ausnahme bei Reinfried Herbst, der als Achter bester ÖSV-Läufer wurde, gab es nur hängende Köpfe. Die gesundheitlich angeschlagenen Benjamin Raich (10.) und Marcel Hirscher (15.) kämpften sich beim Überraschungssieg des Schweden Andre Myhrer mit letzten Kraftreserven ins Ziel.

Im Slalom geht es im Jänner aber Schlag auf Schlag, am Sonntag in Adelboden bietet sich bereits die Chance auf Revanche. "Es geht aufwärts", brachte es der Salzburger Herbst auf den Punkt, was seine sportliche Leistung betrifft. Nach zwei Ausfällen ist das erste Slalom-Resultat in diesem Winter mehr wert, als der erste Blick darauf vermitteln würde. "Natürlich bin ich andere Ergebnisse gewohnt, aber mit meiner Leistung bin ich heute absolut zufrieden. Aus taktischen Gründen wollte ich unbedingt einen Ausfall vermeiden", sagte der Verteidiger der kleinen Kristallkugel.

Der Rückstand auf das Podest von 66/100 Sekunden sei zu akzeptieren, weil er noch Reserven habe. "Schlimmer wäre es, wenn man am Limit fährt und Rang acht holt." Mit Adelboden (Sieg 2009), Wengen (Zweiter 2009, Dritter 2010), Kitzbühel (Zweiter 2006) und Schladming (Siege 2009, 2010) kommt der 32-Jährige nun an Weltcuporte, an denen er bereits triumphiert hatte oder zumindest auf dem Stockerl gelandet war. "Jetzt habe ich vor den anstehenden Klassikern die Basis, dass ich mehr auf Angriff fahren kann. Mir liegen auch die Strecken mehr."

Wegen Herbst hat sich Christian Höflehner ohnehin keine Sorgen gemacht, aber auch gesamt gesehen bleibt er ruhig. "Mich hat es eher beruhigt, dass, obwohl der Reini und der Mario noch nicht angeschrieben hatten und obwohl der Manni noch nicht das gezeigt hat, was er kann, dass wir trotzdem diese Platzierungen hatten. Obwohl so viel schief gegangen ist", meinte der Slalom-Cheftrainer und blickte einerseits auf Erkrankungen, sowie andererseits auf den Doppelsieg in Val d'Isere durch Hirscher und Raich.

Der zweifache Ex-Weltmeister Mario Matt hat sich in dieser Saison noch nicht platziert, der aktuelle Weltmeister Manfred Pranger kam in drei Saisonbewerben auf die Ränge 5 und 18. Matt hat mittlerweile auch den Nachteil der hohen Startnummer zu tragen.

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