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Hat Platz in Österreichs Sportgeschichte sicher © APA (Feichter)

Olympiasieger, Gesamt-Weltcupsieger und nun auch Sieger der Vierschanzen-Tournee: Das hat vor Thomas Morgenstern noch kein

Olympiasieger, Gesamt-Weltcupsieger und nun auch Sieger der Vierschanzen-Tournee: Das hat vor Thomas Morgenstern noch kein Österreicher geschafft. Der 24-jährige Kärntner hat aber seinen Platz in Österreichs Sportgeschichte schon lange sicher, der 20-fache Weltcupsieger hat schon fast alles gewonnen, was man gewinnen kann. Lediglich Einzel-Gold bei Nordischen Weltmeisterschaften fehlt ihm noch.

Darüber wollte der Tournee-Champion am Abend seines Triumphes aber nicht nachdenken. "Ich will mir darüber keinen Kopf zerbrechen, weil das einfach weit weg ist und der Tourneesieg einmal Realität werden muss und soll. Reden wir in einem Monat wieder drüber", meinte Morgenstern lachend. Er hat noch nicht einmal seinen großen Triumph richtig realisiert, da konnte er einfach noch nicht an die WM in Oslo denken. Denn soeben hatte er eine Art "Angstkapitel" - wie er es selbst ausdrückte - abgeschlossen.

"Ich habe gewusst, die Tournee zu gewinnen, wird irgendwie mein schwierigstes Kapitel werden, weil doch die eine oder andere Schanze dabei ist, wo nie das positive Gefühl da war. Aber die Gefühle habe ich bekämpft und besiegt", freute sich der dreifache Olympiasieger und Gesamt-Weltcupsieger 2007/08. "Jetzt ist nur noch Garmisch ein bisschen der Knackpunkt. Aber da hätte ich mich heuer auch sehr gut gefühlt. Schade, dass der Wettkampf so komisch zustande gekommen ist."

In früheren Zeiten wäre das vom Wind so stark beeinflusste Neujahrsspringen vielleicht der Knackpunkt gegen Morgenstern gewesen, diesmal ließ er sich von Platz 14 nicht irritieren. "Er wäre vor ein, zwei Jahren nicht imstande gewesen, so zu reagieren, und wäre noch aus der Bahn geworfen worden", sieht auch Cheftrainer Alexander Pointner die mentale Entwicklung Morgensterns.

Zum Feiern blieb für Morgenstern nicht viel Zeit, weil schon am Freitag die lange Busfahrt von Bischofshofen zum Skifliegen nach Harrachov auf dem Programm stand. "Da habe ich aber auch Zeit zum Auskurieren", sagte Morgenstern schmunzelnd. Jedenfalls freute er sich schon darauf, seine aktuelle Form auch auf einem ganz großen Bakken auszuprobieren.

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