vergrößernverkleinern
Fenninger will auch im Super-G ein wenig mitreden © APA (Techt)

Die Super-G-Saison im alpinen Damen-Weltcup kommt am Sonntag in Zauchensee so richtig ins Rollen. Lediglich Anfang Dezember in

Die Super-G-Saison im alpinen Damen-Weltcup kommt am Sonntag in Zauchensee so richtig ins Rollen. Lediglich Anfang Dezember in Lake Louise wurde in der zweitschnellsten Disziplin gefahren, der Bewerb in St. Moritz wie auch am Ersatzort in Val d'Isere abgesagt. Dieses Rennen ist nun für 21. Jänner in Cortina d'Ampezzo angesetzt, zwei Tage später folgt dort der letzte Super-G vor der WM.

Für die Österreicherinnen sollte in Salzburg ein noch besseres Ergebnis als in der Samstag-Abfahrt möglich sein. In Lake Louise landeten Anna Fenninger und Andrea Fischbacher hinter dem Podest-Trio Lindsey Vonn, Maria Riesch und Julia Mancuso auf den Rängen vier und fünf. Mit beiden ÖSV-Assen ist auch diesmal zu rechnen, im Super-G fühlen sie sich jeweils am stärksten. "Im Riesentorlauf bin ich zur Zeit in einer Form, in der ich noch nie gewesen bin", erklärte Fenninger. "Dadurch glaube ich, dass ich im Super-G am stärksten bin, da ich eine gute Mittellage habe."

Olympiasiegerin Fischbacher sehnt dieses Rennen sowieso herbei und könnte auf der technisch anspruchsvollen Strecke ganz vorne reinfahren. "Ich bin mir sicher, dass sie wieder einen Schritt nach vorne gemacht hat und Vonn Paroli bieten kann", äußerte sich ÖSV-Gruppentrainer Jürgen Kriechbaum optimistisch, dass der erneut favorisierten Abfahrtssiegerin Lindsey Vonn zugesetzt werden kann. "Bei Lizz denke ich Ähnliches, und eigentlich mittlerweile auch bei Anna. Sie hat einen enormen Grund-Speed."

Mit Lizz ist Elisabeth Görgl gemeint, die bisher letzte österreichische Siegerin im Super-G-Weltcup. Die in Innsbruck lebende Steirerin gewann Anfang Dezember 2009 den Saison-Auftakt in Lake Louise vor Vonn. Die US-Amerikanerin entschied fünf der vergangenen sechs Super-G für sich, wurde in dieser Zeit nur im vergangenen März in Crans Montana von der Schweizerin Dominique Gisin besiegt.

Görgl war vor fünf Wochen in Lake Louise wegen einer Knieverletzung nicht dabei, bestritt aber zwei Wochen danach den Super-G der Super-Kombination in Val d'Isere. Wurde die 29-Jährige Sechste, glänzte Nicole Hosp mit Rang drei. Die Tirolerin hat die Abfahrt wie auch die Trainingsläufe in Zauchensee ausgelassen, trainierte stattdessen Super-G und Riesentorlauf. Für ihren ersten Spezial-Super-G nach ihrer Verletzungspause bzw. seit Rang fünf am 20. Dezember 2008 in St. Moritz fühlt sie sich gerüstet.

"Ich freue mich schon wahnsinnig drauf", sagte die 27-Jährige bei einem Medientermin ihres Ski-Ausrüsters Völkl. "Die Strecke ist sehr anspruchsvoll und technisch, das liegt mir einfach." Der zehnte Platz im ÖSV-Aufgebot wurde nach Rang 27 in der Abfahrt an die Tirolerin Stefanie Moser vergeben, die Salzburgerin Michaela Kirchgasser muss zuschauen.

Vier der fünf bisherigen Weltcup-Super-G in Altenmarkt-Zauchensee wurden von Österreicherinnen gewonnen. 1990 führte Petra Kronberger gar einen ÖSV-Dreifacherfolg an, zehn Jahre später siegte Renate Götschl, beim Weltcup-Finale 2002 Michaela Dorfmeister und im Dezember 2004 Alexandra Meissnitzer. Als einzige Ausländerin setzte sich 1998 die Deutsche Martina Ertl durch, als Götschl als beste Österreicherin Vierte wurde.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel