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Der Norsker ist zufrieden © APA (epa)

Bis zum 8. Jänner 2011 hat es gedauert, dass Aksel Lund Svindal sein erstes Weltcup-Rennen im WM-Winter gewonnen hat. Der

Bis zum 8. Jänner 2011 hat es gedauert, dass Aksel Lund Svindal sein erstes Weltcup-Rennen im WM-Winter gewonnen hat. Der Norweger ist seit Samstag in Adelboden auch der Erste aus dem Quintett, das vor Saisonbeginn als Anwärter auf den Gesamtweltcup gehandelt worden ist, der in einem Bewerb voll gepunktet hat.

Während Svindal mit dem Sieg im Riesentorlauf auch die Gesamtführung übernommen hat, warten Kugelverteidiger Carlo Janka aus der Schweiz (einmal Zweiter als bestes Saisonergebnis), sein Landsmann Didier Cuche (zweimal Dritter), der Tiroler Benjamin Raich (einmal Zweiter) und der US-Amerikaner Bode Miller (einmal Dritter) noch darauf, auf das oberste Podest-Treppchen steigen zu dürfen.

Janka vor Raich, Cuche und Svindal lautete das Endergebnis der Vorjahressaison, die vier Läufer plus Miller galten auch heuer als Hauptanwärter auf die große Kristallkugel. Auch Ivica Kostelic hatten manche auf ihrer Rechnung, der Kroate ist auch nicht zu verachten, hat er doch bereits den Parallel-Event in München gewonnen und ist zudem jeweils einmal Zweiter und Dritter geworden.

Aktuell ist Kostelic in der Gesamtwertung hinter Svindal (435 Punkte) und Speed-Spezialist Michael Walchhofer (AUT/409) Dritter (404). Dahinter folgen Silvan Zurbriggen (SUI/395), Ted Ligety (USA/379), Raich (344) und Cuche (343). Janka ist Neunter (275) und Miller 14. (204). In bisher 14 Rennen gab es 11 verschiedene Sieger (einmal zwei Ex-Aequo-Erste), Mehrfachsieger sind nur Walchhofer und Ligety mit aber je drei Erfolgen.

Svindal wusste, dass der Tag kommen würde. "Heute habe ich zwar nicht gerechnet, dass es so weit sein wird, weil ich krank war. Aber wenn dein Tag, deine Zeit kommt, dann musst du zuschlagen", erklärte Svindal, der betonte, dass aktuell die Dichte sehr groß und es umso schwieriger sei. "Du gewinnst nicht an einem schlechten Tag und mit Fehlern, dazu gibt es zu viele gute Leute."

Den ersten Erfolg hat er herbeigesehnt, die Weltcupführung freut ihn natürlich ebenso: "Du willst natürlich dabei sein im Kampf um die Nummer eins. Es ist nicht lustig, so weit hinten zu sein. Die Gruppe der Leute ist groß, ich hoffe, dass ich mir mit ihnen nun einen guten Wettkampf liefern kann."

Nun wird Svindal nach dem Slalom am Sonntag in Adelboden ("Sieg genießen und dann morgen starten") um einiges lockerer zur Lauberhornwoche nach Wengen reisen. "Nun bin ich entspannter. Nach einer kleinen Pause bin ich bereit. Ich kann auch in Wengen stark sein."

In Adelboden hatte er laut eigener Erkenntnis als Einziger der Top-Sechs nach dem ersten Durchgang einen zweiten Lauf ohne Fehler. "Alle haben attackiert, aber ich habe keinen großen Fehler gemacht. Es war ein schwieriges Rennen, schwierig, einen sauberen Lauf runterzubringen. Aber es ist unglaublich, welche Bedingungen wir trotz der Temperaturen hatten", lobte er die Pistenkommandos.

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