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Der Steirer will bis Freitag fit werden © APA (Archiv/epa)

Ohne den erkrankten Christoph Sumann geht am Mittwoch der Einzelbewerb zum Auftakt des Biathlon-Weltcups in Ruhpolding in Szene.

Ohne den erkrankten Christoph Sumann geht am Mittwoch der Einzelbewerb zum Auftakt des Biathlon-Weltcups in Ruhpolding in Szene. Die hinsichtlich der Weltmeisterschaft 2012 komplett umgebaute Chiemgau-Arena präsentiert sich in neuem Kleid sowie mit neuer Streckenführung und fasst 30.000 Zuschauer, die das Geschehen über sieben Video-Leinwände verfolgen können.

Der steirische Doppel-Olympiamedaillengewinner möchte aber bis zum Sprint am Freitag wieder einsatzbereit sein. Anstelle von Sumann wird Michael Reiter am Mittwoch das 20 km Rennen bestreiten und damit sein Weltcupdebüt feiern. Der 22-jährige Salzburger ließ zuletzt mit den Rängen fünf und sieben beim IBU-Cup in Nove Mesto aufhorchen. Bei den Damen wird die Steirerin Romana Schrempf bei beiden Einzelbewerben im Einsatz sein.

"Bei Sumi hat sich leider schon in Oberhof abgezeichnet, dass er nicht ganz fit ist. Jetzt ist bei ihm Halsweh und Schnupfen ausgebrochen. Da kann man nur hoffen, dass er schnell wieder gesund wird. Ob er beim Sprint starten kann, werden wir am Mittwoch entscheiden", erklärte Cheftrainer Reinhard Gösweiner.

Die Rennen in Ruhpolding sind quasi die WM-Generalprobe für kommendes Jahr, das Stadion wurde Dienstag-Mittag offiziell eingeweiht. Die Streckenführung mit teils neuen Anstiegen ist für alle Athleten Neuland. Lediglich der Schießstand-Zulauf ist gleichgeblieben. Gösweiner: "Wir haben hier in den vergangenen Jahren immer gute Leistungen gezeigt und sind vor allem mit dem Schießstand gut zurechtgekommen. Jetzt gilt es unser Leistungsvermögen zur Gänze abrufen zu können."

Simon Eder fühlt sich erst seit dem vergangenen Weltcup in Oberhof (Platz 9) wieder richtig fit. "Als Biathlet fährt man einfach gerne nach Ruhpolding. Dort gibt es ein wunderschönes Stadion, tolles Flair mit vielen Zuschauern und fast immer faire Bedingungen. Ich glaube, wenn die Form stimmt, kann ich überall vorne dabei sein", meinte der Saalfeldener.

Auch Massenstart-Weltmeister Dominik Landertinger freut sich auf das Biathlon-Mekka, belegte er dort bei seinen jüngsten vier Bewerben doch die Ränge 2, 3, 4 und 8. "Ruhpolding war zuletzt ein gutes Pflaster für mich, deshalb freue ich mich auf die Rennen. Im Hinblick auf die WM im kommenden Jahr ist es wichtig, die Strecke unter Wettkampfbedingungen kennenzulernen. Das Ziel ist für mich bei jedem Rennen ein Stockerlplatz", sagte der Tiroler, der nach eigener Beschreibung aber "noch nicht bei einhundert Prozent" ist.

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