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Der Brasilianer kam mit Verspätung © APA (epa)

Österreichs Fußball-Meister Red Bull Salzburg hat am Dienstag endlich seinen viel früher erwarteten neuen Brasilianer

Österreichs Fußball-Meister Red Bull Salzburg hat am Dienstag endlich seinen viel früher erwarteten neuen Brasilianer begrüßt. Douglas da Silva, der zuletzt für Hapoel Tel Aviv gespielt hatte, wurde der Öffentlichkeit präsentiert. Die Reise nach Österreich hatte sich verzögert, weil die israelischen Behörden den Legionär als Zeuge in einem Erpressungsfall befragt hatten.

"Ich bin hundertprozentig nicht involviert. Ich will den Schwachsinn hinter mir lassen. Für mich beginnt in Salzburg ein neues Leben", sagte der Abwehrspieler nach seiner Ankunft und erhielt von seinem neuen Chef Dietmar Beiersdorfer Unterstützung. "Wir vertrauen ihm, dass er in diese Geschichte nicht involviert ist", meint der Deutsche, der die israelische Medienszene als einzigartig bezeichnete, was Gerüchte anbelangt.

Beiersdorfer und Trainer Huub Stevens sind überzeugt, dass der 26-Jährige, übrigens der zweite Brasilianer neben Alan im Bullen-Stall, eine absolute Verstärkung darstellt. Da Silva, der nach der Ankunft und der Pressekonferenz am Nachmittag erstmals mit der Mannschaft in Taxham trainierte, sollte nach dem Wunsch von Stevens noch vor der Abreise ins Trainingslager nach Belek am Freitag die Leistungstests hinter sich bringen.

"Ich kann in der Abwehr auch links und rechts spielen. Ich bin schnell, kopfballstark und habe meine Qualitäten auch in der Spieleröffnung. Und ich bin ein taktisch disziplinierter Spieler", charakterisierte sich da Silva, der von den Salzburgern vor der Verpflichtung mehrmals beobachtet worden war. Sein erstes Bullen-Tor hat der Brasilianer schon am 24. August erzielt. Damals traf er in der letzten Quali-Runde der Champions League (1:1) im Hapoel-Dress ins eigene Tor.

"Ich erwarte mir von ihm und Laszlo Bodnar, dass unser Spiel aus der Defensive besser wird. Damit war ich im Herbst überhaupt nicht zufrieden", meinte Stevens über die zwei im Winter verpflichteten Spieler. Beiersdorfer schloss nicht aus, dass noch ein dritter Transfer für den Offensivbereich getätigt und noch ein weiterer Spieler abgegeben wird. "Im Winter ist es problematisch, weil nicht wirklich gute Leute auf dem Markt sind", sagte der Red-Bull-Fußballchef.

In die Türkei zur Vorbereitung werden auch die lange Zeit verletzt gewesenen Andreas Ulmer und Dusan Svento mitgenommen. "Bei ihnen hoffe ich, dass sie zum ersten Spiel Mitte Februar in Innsbruck fit werden", so Beiersdorder. Nicht im Aufgebot von 22 Mann und drei Torhütern scheinen Robin Nelisse (Knieverletzung) und Christian Schwegler (Sehnenriss im Oberschenkel) auf, dafür sind die Youngster Martin Hinteregger, Daniel Offenbacher und Alexander Aschauer mit von der Belek-Partie.

Neben Da Silva und dem Ungarn wurde am Dienstag mit Wolfgang Gramann auch ein Neuer der Führungscrew des Salzburger Kicker-Imperiums vorgestellt. "Es ist schön, wieder im Fußball zurück zu sein. Die Red-Bull-Familie ist für mich eine tolle Aufgabe und Herausforderung. Das globale Fußball-Konzept ist faszinierend und professionell - es freut mich, jetzt ein Teil davon zu sein", sagte der Niederösterreicher, der bereits von Münchendorf (NÖ) nach Salzburg übersiedelt ist.

Beiersdorfer sei auf ihn im Herbst zugekommen, die Zusammenarbeit dann im Dezember fixiert worden, erzählte Gramann. Als seine Hauptaufgaben sieht der 47-Jährige die Unterstützung von Beierdorfer in Sachen Koordination und Organisation aller administrativer Bereiche mit dem Fokus vorerst auf den österreichischen Meister. "Er wird uns mit seinem Wissen und seiner Kompetenz unterstützen", sagte Beiersdorfer. Gramann war von 1997 bis 2004 als Pressesprecher, Generalsekretär und als Projektleiter der EM-Bewerbung 2008 beim ÖFB und zuletzt sechs Jahre für die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft KPMG Austria in leitender Position tätig.

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