vergrößernverkleinern
Der Weltcupdominator startet in Sapporo © APA (epa)

Die Strapazen der siegreich beendeten Vierschanzen-Tournee und des folgenden Skiflug-Wochenendes in Harrachov sind Thomas

Die Strapazen der siegreich beendeten Vierschanzen-Tournee und des folgenden Skiflug-Wochenendes in Harrachov sind Thomas Morgenstern nicht anzumerken. Ein möglicher Verzicht auf die zwei Weltcup-Skisprungbewerbe am Wochenende in Sapporo stand für den Kärntner gar nicht zur Diskussion. Er habe dafür trainiert, die gesamte Saison durchzuziehen, sagte der Kärntner.

Sollte der Körper doch irgendwann eine Pause brauchen, werde er kurzfristig reagieren. Morgenstern führt die Weltcup-Gesamtwertung 402 Punkte vor dem Schweizer Pokalverteidiger Simon Ammann und 462 vor Andreas Kofler an.

An Sapporo hat der 24-Jährige beste Erinnerungen. In der WM-Stadt von 2007 hatte er 2008 einen Doppelsieg gefeiert und im Vorjahr einmal gewonnen. In der zweiten Konkurrenz 2010 war nach dem zweiten Platz hinter Ammann sein zweiter Sprung annulliert worden, weil er entgegen dem Reglement noch im Auslauf das Abschlussband des Anzugs beim Fuß geöffnet hatte.

Aus seinem Interesse an Japan macht Morgenstern kein Hehl. "Das hat mir schon immer getaugt, ich freue mich schon auf die Bewerbe dort", schrieb der nach dem siebenten Saisonsieg in Harrachov, dem insgesamt 21., auf seiner Homepage. Dem dreifachen Olympiasieger fehlen kurz vor "Halbzeit" nur noch drei Erfolge, um die Zahl seiner bisher erfolgreichsten Saison 2007/08 einzustellen, in der er auch die Kristallkugel erobert hatte.

Mit dabei im ÖSV-Sextett ist auch Kofler. Der dritte ÖSV-Saisonsieger, Martin Koch, blieb hingegen wie Wolfgang Loitzl und Gregor Schlierenzauer in der Heimat. Das Team von Cheftrainer Alexander Pointner, der auch diesmal die Japan-Reise ausließ, hat zehn der bisher 13 Bewerbe gewonnen, je einen Erfolg gab es für die Schweiz (Ammann), Norwegen (Tom Hilde) und Finnland (Ville Larinto).

Manuel Fettner und Stefan Thurnbichler, der im Vorjahr in Japan Vierter war, bekommen ebenso wie Michael Hayböck und Mario Innauer die Chance, sich weiter im Kreis der Elite zu etablieren.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel