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Der Ex-ÖFB-Teamstürmer ist wieder fit © APA (Archiv/Jäger)

Vor dem Rückrunden-Auftakt der deutschen Fußball-Bundesliga sprüht Rubin Okotie vor Tatendrang. Nach einem fast

Vor dem Rückrunden-Auftakt der deutschen Fußball-Bundesliga sprüht Rubin Okotie vor Tatendrang. Nach einem fast eineinhalbjährigen Leidensweg ist der Ex-Austrianer wieder im Vollbesitz seiner Kräfte und will seine wiedergewonnene Fitness schon am Samstag im Heimspiel gegen den Tabellenletzten Borussia Mönchengladbach, bei dem Martin Stranzl erstmals zum Einsatz kommt, unter Beweis stellen.

"Von Anfang an werde ich wahrscheinlich nicht spielen, aber ich denke, dass ich meine Chance bekommen werde, und die will ich nützen", erklärte Okotie. Beim 3:1 vor eigenem Publikum gegen Hannover in der letzten Herbstrunde am 18. Dezember wurde der Stürmer in der 90. Minute eingewechselt und feierte damit viel später als geplant sein Pflichtspiel-Debüt in der deutschen Liga. Nach der im August 2009 im Austria-Trikot erlittenen schweren Knieverletzung wollte der 23-Jährige schon im Sommer voll angreifen, wurde aber immer wieder von Blessuren gebremst.

"Ich hatte Probleme mit der Achillessehne und dem Hüftbeuger. Das hatte sicher indirekt mit der Knieverletzung zu tun, weil ich lange pausieren musste und dann zu schnell von Null auf 100 gegangen bin", vermutete der Wiener. Dennoch verlor man in Nürnberg nicht die Geduld mit dem U20-WM-Vierten von 2007. "Alle waren immer sehr verständnisvoll und haben mir in jeder Phase Vertrauen entgegengebracht."

Dafür will sich Okotie nun auf seine Art und Weise im Club-Dress bedanken. "Ich werde alles dafür tun, um mitzuhelfen, dieses wichtige Spiel zu gewinnen. Wenn uns das gelingt, haben wir wahrscheinlich schon eine Mannschaft fix hinter uns", betonte Okotie, dessen Verein als derzeitiger Tabellenelfter zwölf Punkte Vorsprung auf das Schlusslicht aufweist.

Zwar würden die Nürnberger schon mit einer kleinen Siegesserie den Europacup-Plätzen nahe kommen, Priorität hat aber der Klassenerhalt. "Wir wollen so schnell wie möglich die Liga halten. Dann schauen wir, was nach oben hin noch möglich ist", meinte Okotie.

Der Angreifer würde es im Falle eines Einsatzes mit Stranzl in der Innenverteidigung zu tun bekommen. "Es ist schön, gegen einen Österreicher zu spielen, aber prinzipiell ist es ein Match wie jedes andere." Diese Ansicht teilt Okotie mit Stranzl, der schon in seinem ersten Auftritt für Gladbach als Abwehrorganisator fungieren muss, weil die beiden Innenverteidiger Roel Brouwers und Dante verletzungsbedingt ausfallen.

Dennoch gibt sich der Burgenländer optimistisch. "Wir haben in allen Testspielen zu Null gespielt, die Abstimmung innerhalb der Mannschaft wird immer besser." Selbst wenn es in Nürnberg eine Niederlage setzen sollte, wäre laut Stranzl im Abstiegskampf noch nichts verloren. "Ein echtes Schlüsselspiel ist es nicht, es gibt danach noch genug Runden", erklärte der 30-Jährige, der seine bisher letzte Partie in der deutschen Bundesliga am 11. Februar 2006 (1:2 mit Stuttgart in Bielefeld) absolviert hat. "Es ist schön, wieder hier zu spielen. Diese Liga ist etwas ganz Besonderes."

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