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Österreicher zählen zu Topfavoriten © APA (dpa)

Mit dem Motto "Wir sind gewappnet" werden die österreichischen nordischen Kombinierer am Wochenende in Seefeld in den

Mit dem Motto "Wir sind gewappnet" werden die österreichischen nordischen Kombinierer am Wochenende in Seefeld in den Heimweltcup gehen, der erstmals aus drei Konkurrenzen besteht. Bereits am Freitag wird der Teambewerb, der am vergangenem Sonntag in Schonach (GER) abgesagt werden musste, nachgetragen. Samstag und Sonntag stehen zwei Einzelweltcups auf dem Programm.

"Wir sind gewappnet", wollen auch die Seefelder Organisatoren verkünden. Aber als kleines Fragezeichen bleibt das Wetter. Das Ziel im rot-weiß-roten Lager ist klar: Dort anschließen wo man zuletzt aufgehört. In Schonach feierten Felix Gottwald, Mario Stecher und Bernhard Gruber einen Dreifach-Erfolg. "Wir sind aus mehreren Gründen in Seefeld die Favoriten, besonders im Teambewerb", betonte am Donnerstag Ernst Vettori, der sportliche Leiter der ÖSV-Kombinierer.

Zum einen gab es in dieser Saison schon tolle Erfolge (vier Siege, einen zweiten und vier dritte Plätze), zum anderen führt Österreich die Nationenwertung an und zusätzlich gibt es den Heimvorteil in Seefeld. "Diese Schanze und auch die Loipe ist uns in den letzten Jahren immer gelegen", sagte Vettori. Dass die Favoritenrolle Felix Gottwald und Co unter Druck setzen wird, glaubt Vettori nicht. "Im Gegenteil, das motiviert noch mehr."

Einer will in Seefeld besonders auftrumpfen: Der Wahltiroler Mario Stecher. Der gebürtige Eisenerzer konnte im Vorjahr gewinnen und kommt mit dem Gelben Leibchen des Weltcupführenden in die Olympiaregion oberhalb von Innsbruck. "Fünfzehn Jahre bin ich nun schon im Weltcup, und erstmals darf ich das Gelbe Leibchen tragen, das macht mich schon sehr stolz", bekannte Stecher. "Als ich in Schonach plötzlich sieben Punkte vor dem Franzosen Lamy Chappuis lag war ich überglücklich. Das sind solche Momente für die man im Sport lebt." Dabei hat er bereits zwei Olympische Goldmedaillen zuhause im Pitztal, wo er mit Carinna Raich (Schwester von Benni Raich) und dem vierzehn Monate alten Sohn David lebt. "Und auch das Gelbe Trikot bekommt einen Ehrenplatz", versprach Stecher.

Warum es für ihn in dieser Saison derzeit perfekt läuft (in sieben Rennen feierte er zwei Siege und lief insgesamt fünfmal aufs Podest) erklärt der 33-Jährige mit einer perfekten Vorbereitung im Sommer. Er war verletzungsfrei, auch das Springen habe von Beginn an geklappt. "Und beim Laufen haben wir uns durch Nationaltrainer Bard Joergen Elden sehr verbessert", lobte der Routinier seinen Betreuerstab. Außerdem erlebe man derzeit den entspanntesten und cleversten Stecher, den es je gab. "Meine diesjährige Serie ist imposant, doch davon kann ich mir nichts kaufen. Jedes Rennen ist wieder etwas Neues", war Stecher aber auch vorsichtig.

Während die Betreuer und Athleten voller Zuversicht auf den Heimweltcup blicken, haben die Organisatoren um Chef Werner Frießer noch Sorgenfalten im Gesicht. Der Dauerregen am Donnerstag machte besonders der Schanze zu schaffen. "Sollte es bis Freitag durchregnen, könnten wir für den Teambewerb Probleme bekommen", gestand Frießer. "Am Wochenende sollte das Wetter dann aber strahlend schön sein." Seefeld baute besonders im Hinblick auf die Youth Olympic Games im kommenden Jänner die Anlage um 4,4 Millionen Euro um.

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